Der ultimative Tipp für den Mama-Alltag

Der ultimative Tipp für den Mama-Alltag

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Meine Name ist Kerstin und ich möchte mit euch über den ultimativen Tipp für den Familienalltag sprechen. Einen Ratschlag, der euer Leben als Eltern bereichern wird. Eine Hilfestellung für gute und ganz besonders für schlechte Zeiten, die euch im Leben mit Kind erwarten und begegnen. Im Grunde sind es sogar zwei Tipps, aber mehr dazu später.
Tipp 1: Pfannkuchen. Finnische. Aus dem Ofen.
Wann immer ihr verzweifelt, weil ihr nicht die geringste Ahnung habt, wie ihr euren Nachwuchs zum Essen an den Tisch bekommt, dann, wenn euch die Ideen für ein leckeres Essen ausgehen oder an Tagen, an denen ihr schlicht keine Zeit habt, ein ordentliches, aufwendiges Menü zu kochen. Backt Ofenpfannkuchen!

1. Mütter, backt Pfannkuchen! Ofen-Pfannkuchen!

Die Aufforderung gilt natürlich auch für Väter. Und Großväter. Und Tagesmütter.

Ihr braucht: 600 ml Milch, ein halbes Pfund Mehl, 1-2 Eier, eine Prise Salz, einen Esslöffel Butter und 1-2 Esslöffel Zucker.
Dazu: Eine Schüssel, Backpapier und mindestens zwei hungrige Mäuler.
Außerdem: 10 Minuten Zeit.

Nehmt die Schüssel, lächelt, schüttet die oben genannten Zutaten wahllos zusammen, rührt alles so lang bis ihr einen glatten Teig habt und gießt diesen auf das eingefettete oder mit Backpapier ausgelegte Backblech. Dieses schiebt ihr sodann für ~ 25 Minuten bei 200 Grad in den Ofen. Fertig!

Finnische Ofenpfannkuchen


Das Rezept ist gleichermaßen einfach wie genial, denn:

1. Ihr müsst nicht mehr 30 Minuten mit Baby auf dem Arm am Herd stehen und dabei zusehen, wie eure Pfannkuchen entweder verbrennen oder in zwei Teile auseinanderfallen und am Ende außen schwarz und innen noch roh sind.
2. Das Kochfeld bleibt sauber!
3. Backofen-TV: Eure Kinder werden Bauklötze staunen, wenn der Teig im Ofen anfängt, riesige Berge aufzuplustern und Blasen zu schlagen!
4. Abgesehen von der Windel eures Nachwuchses riecht in der Küche nichts mehr. Kein Fettgeruch mehr über der Pfanne und in der kompletten Küche!
5. Saulecker. Die Pfannkuchen sehen nicht nur nett aus und gelingen immer, sie schmecken auch noch wunderbar. Ob mit Marmelade, Schokolade oder herzhaft belegt, sie sind ein Traum!

Tipp 2: Nutzt Pfannkuchen in nervigen Gesprächen als Ablenkung und Ausrede!

Situation 1:
Die Mutter von Amely-Destiny erklärt euch schon 20 Minuten lang, wie gut ihr Kindchen schon zeichnen kann. Ihr habt überhaupt keine Zeit und es ist unglaublich langweilig. Nun kommt eure Chance. Räuspert euch kurz, aber laut und sagt bestimmt: „Ich habe hier ein tolles Pfannkuchenrezept, aber mir fehlt ein Foto. Kann Amely-Destiny nicht ein paar Pfannkuchen auf mein Rezept malen?“ – Glaubt mir, die Mama wird platzen vor Freude und ihr.. genau, ihr habt erst einmal 15 Minuten eure Ruhe!

Situation 2:
Oma Hilde findet, dass euer Kind viel zu dünn ist und ein bisschen mehr Speck an den Bäckchen vertragen kann. Seit Wochen liegt sie euch in den Ohren damit, dass das Kindchen unbedingt zunehmen muss. Auch hier sind die Pfannkuchen eure Rettung! Nehmt sanft Omas Arm, seht ihr tief in die Augen und sprecht langsam, aber deutlich: „Oma, du hast recht. Ich kenne da dieses tolle Rezept für finnische Ofenpfannkuchen, genau die werde ich heute Abend backen und dem kleinen Rolf mit viel Marmelade drauf kredenzen!“ Ihr werdet erstaunt sein, wie zufrieden Oma plötzlich ist.

Situation 3:
Euer Nachwuchs hat beim Einkauf die Ü-Eier entdeckt. In dem Moment, in dem der 3jährige zum 20. Mal so laut „Mamaaaaaaaaaaa!!!!“ schreit, dass euch die Ohren wegfliegen und ihr euch selbst dafür hasst, vor 2 Jahren so stolz darauf gewesen zu sein, dass er endlich dieses Wort sagt, geht in euch, kniet euch zu eurem schnaubenden, mit den Füßen aufstampfenden Nachwuchs auf den Boden und flüstert: „Schatzi, ich habe dich ganz furchtbar lieb. Wenn du jetzt eeeeeeendlich leise bist, gibt es heute Abend finnische Ofenpfannkuchen!“ Mit jedem Wort, das ihr sprecht, werdet ihr förmlich dabei zusehen können, wie sich die Mundwinkel eurer Kleinen bis zu den Ohren hinaufziehen werden. Und noch besser: Niemand will mehr ein Ü-Ei!

Situation 4:
Eure bio-öko-vegane Bekannte hält einen Monolog über die Ausbeutung von Mutterkühen, unglücklich aufwachsendes Getreide und das weit verbreitete Sterben von asiatischen Legehühnern. Währenddessen brüllt euer Stillbaby und der 4jährige zuppelt am Rock, weil er endlich nach Hause möchte. Jetzt ist es an euch: Reißt euch zusammen und vergesst unbedingt das Originalrezept! Betet stattdessen ganz ruhig und ohne das vorher anzukündigen das bio-öko-vegane Pendant finnischer Ofenpfannkuchen herunter. Nutzt dabei gehaltvoll klingende Worte wie „Mandelmilch“, „Ei-Ersatzpulver“ und „vollwertig“, „nachhaltig“ oder „galakto…“ ähm „köstlich“. So schnell wie hier werdet ihr in eurem Leben nie wieder Freunde finden!

Situation 5:
Euer Tag war fürchterlich anstrengend. Der 1jährige hatte überhaupt keine Lust auf Ofenpfannkuchen, die Mutter von Cindy-Maja fand es total daneben, dass ihr Kind für euch malen soll, euer 2jähriger wollte die Ü-Eier trotzdem und wurde noch viel lauter und eure Bekannte würde niemals Ei-Ersatzpulver benutzen.

Werft genau jetzt den Ofen an, schaltet ihn auf 200°C, schlagt aggressiv zwei Eier an und in eure Schüssel, rührt fluchend die ganze Pampe da oben zusammen und wartet eine halbe Stunde. Danach platziert das komplette Blech Pfannkuchen vor euch auf den Tisch, sprüht eine Dose Schlagsahne drüber und einen halben Liter Schoko-Sauce und sagt ganz laut: „Ihr könnt mich mal alle!“ Beißt jetzt in den Pfannkuchen und schluckt euren Ärger mitsamt 3000 Kalorien hinunter.

Morgen ist auch noch ein Tag. Und der kann nur besser werden –

 

 

 

Dieser Artikel entstand im Rahmen der Blogparade von BerlinFreckles.de. Dort könnt ihr mit eurem Alltagstipp für gestresste Eltern neben 3 Rewegutscheinen à 50 € (Achtung, da gibt es Ü-Eier!) auch eine KitchenAid gewinnen. #WorkingMomTips

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Kerstin ist Mama von vier wunderbaren Söhnen, einer redseligen kleinen Trulla und der Dezemberhexe. Sie baut Legotürme, stürmt mit wilden Playmobilpiraten kitschige Prinzessinnenschlösser und sucht täglich Antworten auf kuriose Kinderfragen.

12 Kommentare

  1. Danke,Danke,Danke!Einfach wunderbar.Das Rezept wird soeben ausprobiert und besonders die Variante mit Schlagsahne und Schokosauce wird wohl öfter zum Einsatz kommen.

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  2. Grins das rezept hört sich lecker an. Aber deine Tipps ich konnte nicht anders und habe grinsen müssen :)

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  3. Hi, ihr seid doch zu siebt (naja Otto zählt wohl noch nicht als Esser ^^) – wie viele Backbleche (bzw welche Menge)setzt du da an, damit alle satt werden?
    Backst du die dann nacheinander, oder kann man auch 2 gleichzeitig ausbacken?

    Liebe Grüße, Kathrin

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  4. Das Rezept ist ganz toll und auch für älteren Nachwuchs geeignet, der ohne vorherige Ankündigung Mensa-Essen und WG-Fraß satt hat und bei der Mutti lecker essen will.
    Ich kannte auch mal eine Amely-Destiny, aber ich glaube die hieß anders. Und die sitzt jetzt bei REWE an der Kasse. ;-)
    LG
    Sabienes

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  5. Hallo Kerstin,

    ein rezept mit dem ich satt machen kann und das so viel Gutes bewirken kann. Ich danke dir, besonders auch für mein breites Schmunzeln auf dem Gesicht.http://www.fraumama.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_good.gif

    Liebe Grüße
    Sandra

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  6. Mmmm das Rezept sieht lecker aus werde ich mal ausprobieren danke für die Inspiration.

    LG Sabrina

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  7. Eine schnelle und sauere Lösung für wirklich gelungende Pfannkuchen, die jedes Kind mag (Erwachsene natürlich auch).

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