EM Abseits Thema 1 – Frauen und Fußball

EM Abseits Thema 1 – Frauen und Fußball

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Das geht aber gut los. Das EM-Abseits geht in die erste Runde und ich sitze vor einem Editor, der viele weiße Zeilen hat und starre mit einem leeren Kopf auf selbigen. Da haben sie sich aber ein erstes Thema einfallen lassen, die Mella von nachsitzen.org und die Susanne von vagabund.info.

Logo Blogparade zum Thema Fußball
Logo bei Mella mitgenommen: http://www.nachsitzen.org/

Frauen und Fußball, das ist wie Sonne und Mond – nur umgekehrt. Frauen und Fußball. Ich bin eine Frau, doch wo ist mein Fußball? Was zum Teufel haben Frauen mit Fußball zu tun, mögen sich nun manche Herren der Schöpfung fragen und ich kann sagen: nichts. Manche jedenfalls. Wiederum andere spielen sogar Fußball und das ganz offiziell in Mannschaften und auch für Deutschland. In Länderspielen. Andere Frauen spielen nicht Fußball, schauen keinen Fußball und sind froh, wenn ihre Männer Fußball spielen oder schauen, weil sie dann ihre Ruhe haben. Frauenfußball. Auch so ein Thema. Viele behaupten, Frauenfußball wäre langweilig und nicht sehenswert, weil zu wenig Action im Spiel ist. Ja, vielleicht.


Früher, vor ungefähr 15 Jahren, habe ich selbst den Versuch gewagt: ich habe mich an der Schule zum Fußball spielen angemeldet. Basketball, Badminton, Tennis und Volleyball spielte ich ohnehin schon und donnerstags hatte ich bis dato noch frei. Ich habe ein ganzes Jahr Fußball mit Frauen (und einem männlichen Trainer) gespielt, doch die Freude, die ich 1990 noch während der WM hatte, kam nicht mehr auf. Wenn ich ehrlich bin, war Fußball einfach nicht meine Sportart – zumindest aktiv nicht. Passiv habe ich mich zu Beginn der 90er Jahre sehr viel mit Fußball beschäftigt und fand Frauen, die sich nicht mit Fußball beschäftigten, kurios, schließlich war Fußballschauen nicht nur wichtig, sondern überlebenswichtig. Wer braucht schon ein Pferd, wenn er einen Fußball hat?

Wenn ich an Frauen und Fußball denke, denke ich an Fußball moderierende Frauen, mit denen ich mich damals wie heute nicht anfreunden konnte, denn Fußball braucht eine Männerstimme. Für mich jedenfalls. Tennis darf eine Frau gerne moderieren (das spiele ich übrigens lieber aktiv als es mir passiv anzusehen), aber Fußball, das muss von einem Mann moderiert werden. Eine ruhige, seriöse tiefe Radiostimme, die im richtigen Moment ausflippt und schreit. Und das meine ich keineswegs diskriminierend – wenn eine Frau eine tiefe, seriöse Stimme hat, dann darf sie auch meine Moderation übernehmen und mich mitnehmen auf eine Fußballreise, mich ins Spiel ziehen und mich nicht mehr loslassen.
Frauen und Fußball – das ist außerdem eine Alliteration wie Männer und Mode. Oder Kinder und Konventionen. Ob’s zeitgleich eine Antithese ist? Ich weiß es nicht, ich schätze, das werden wir in den nächsten Wochen herausfinden können: live, hier, auf meinem Blog.

(und wenn ich so recht drüber nachdenke, wäre es clever gewesen, einen Fußballkuchen zu backen.. da hätte ich mich nicht um Kopf und Kragen reden können und hätte damit beweisen können, dass Frauen und Fußball eben doch zusammenpassen…)

Bis nächste Woche, wenn es wieder heißt: Frau Testmama stellt sich ins Abseits und das vor euer aller Augen: Schuss, Pfiff und aus.

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Kerstin ist Mama von vier wunderbaren Söhnen, einer redseligen kleinen Trulla und der Dezemberhexe. Sie baut Legotürme, stürmt mit wilden Playmobilpiraten kitschige Prinzessinnenschlösser und sucht täglich Antworten auf kuriose Kinderfragen.

13 Kommentare

  1. Ich stelle mir grade Verona Pooth vor, wie sie als Kommentatorin „Tor,Tor“ kreischt

    Aber es gibt auch Männer die gruselige Kommentare vom Stapel lassen oder sich gruselig anhören. Aber generell höre ich auch lieber eine Männerstimme…

    LG
    Tina

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  2. Also ich finde Deinen Blogbeitrag gut. Wirklich, denn es stimmt, Fußballmoderatorinnen finde ich auch immer komisch. Das muss ein Mann sein.
    Ach und Du hast genau das Thema auf den Kopf getroffen – wir Frauen beschäftigen uns immer irgendwie mit Fußball – freiwillig oder nicht – aber warm werden wir nur selten damit. Stimmt.

    Mella

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  3. Du hast ja so Recht!!! Ich finde auch, dass ein Mann ein Fußballspiel kommentieren sollte….mit einer Frauenstimme kann ich mich da auch nie anfreunden.
    Und….danke! Dann bin ich also nicht die Einzige die nicht so recht ins Thema reingekommen ist! :)

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  4. In den 50ern und 60ern hieß es noch, dass der weibliche Körper sich nicht zum Fußballspielen eigne.
    Demnach wären wir in den letzten 50 Jahren ziemlich mutiert! ;-)

    Im übrigen habe ich nichts gegen weibliche Sprecherinnen, aber Verona wäre natürlich echt spitzenmäßig!

    LG
    Sabiene

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  5. Och, es gibt die ein oder andere Kommentatorin, die deutlich besser ist, als so mancher Männliche Kollege.

    Da war z.B. die gute Monika Lierhaus. Die wahrscheinlich beste. Leider durch ihre Krankheit außer Gefecht gesetzt.

    Dann ist da noch Sabiene Töpperwien. Ich mag sie auf jeden Fall gerne hören…

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    • Du, es geht mir da gar nicht um den Inhalt (vielleicht sollte ich das noch ergänzen, damit es nicht nach Stammtischrede klingt ), es ist wirklich die Stimme. Fußball muss tiiiief sein.

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  6. Ja, ich habe auch lieber Männer als Kommentatoren. Das hat aber nichts mit der fachlichen Eignung zu tun. Vielleicht ist es einfach Gewöhnungssache. Falls doch Frauen, dann aber bitte eher Frau Töpperwien als Frau Pooth. Die kann meinetwegen Cheerleader machen ;-)
    Gruß
    Fulano

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  7. Wenn jemand will, das ich ein Spiel sofort ausschalte, braucht es nur die Katze als Kommentatorin Idiotische männliche Kommentatoren gibt es leider auch zu Hauf, da nutzt auch die tiefe Stimme nüscht.

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  8. Sehr gut auf den Punkt gebracht, Fußball MUSS von Männern kommentiert werden …. sobald auch nur ansatzweise etwas weibliches „Flair“ in die Berichterstattung kommt, würde ich am Liebsten ausschalten ^^
    Aber auch die männlichen Kommentatoren haben schon so einiges idiotisches vom Stapel gelassen

    Liebe Grüße

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  9. „Wer braucht schon ein Pferd, wenn er einen Fußball hat?“ … ganz meine Meinung :D

    Die Fußballmoderatorinnen hatte ich auch auf meinem Zettel, habe mich dann aber doch für zwei anderes Aspekte entschieden. Dann nehme ich aber die Gelegenheit wahr und schreibe hier was dazu:

    Sabine Töpperwien kann ich problemlos hören.

    Monica Lierhaus verehre ich nach wie vor.

    Kate Abdo habe ich letzte Woche bei Markus Lanz gesehen und sie kam sympatisch und kompetent rüber, allerdings kenne ich keine Moderation von ihr.

    Katrin Müller-Hohenstein kann von mir aus an den Nordpol verbannt werden. Ganz ehrlich: ich konnte Oliver Kahn nie wirklich leiden, aber seit ich ihn zusammen mit KMH sehen und hören muss, entwickelt er sich für mich geradezu zum Sympathieträger.
    Trainer Baade hat dazu mal was Nettes geschrieben
    http://www.trainer-baade.de/total-geil/

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  10. Danke für den guten und interessanten Beitrag – aber es stimmt: einmal saß ich auch wieder dabei als mein Mann Fußball geschaut hat und eine Frau hat kommentiert – das hat mich irgendwie gestört – auch wenn ich selber gar nicht geschaut habe
    Grüßle Susanne

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