Familienauto(s) – ein Update

Familienauto(s) – ein Update

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In regelmäßig unregelmäßigen Abständen erzähle ich ein wenig von unserem Auto und den Kindersitzen, die wir nutzen. Noch viel häufiger bekommen wir Mails und Kommentare von euch, in denen ihr fragt, wie wir aktuell fahren, ob wir Sitze getauscht haben, welches Kind mittlerweile in welchem Folgesitz fährt und welchen Reboarder wir für ein Kind mit den und den Daten kaufen würden. Ich bemühe mich (wirklich!), all diese Mails zu beantworten, allerdings gelingt mir das nicht immer besonders schnell und manchmal leider auch gar nicht. Da sich solche Fragen zuletzt allerdings wieder häuften, gibt es nun ein ganz aktuelles Update zu unseren Autos und Kindersitzen.

Autos: Aus eins mach zwei

Vor einigen Monaten zog bei uns relativ spontan ein zweites Auto ein. Spontan deshalb, weil ich auf den ersten Blick verliebt war, der Weg bis dahin war allerdings lang und ziemlich steinig. Wir hatten eine ganze Weile überlegt, ob wir überhaupt ein zweites Auto brauchen und noch ein bisschen länger, wie groß es sein muss und ob alle Kinder im Zweitauto Platz finden müssen. Am Ende entschieden wir uns aus diversen Gründen für einen Klassiker mit großzügigem Platzangebot. Seit dem Sommer nenne ich einen VW T4 mein eigen (das ist der „kleine Schwarze“ links). Dachte ich früher noch, dass so ein T4 ein richtig großes Auto ist, wunderte ich mich am Tag seines Einzugs darüber, wie kurz, niedrig und klein er ist – jedenfalls im Vergleich zu unserem Jumper. Schaut mal: 

Familienautos kinderreiche Familie
links: VW T4, rechts: Citroën Jumper

Mit dem neuen Auto zogen hier – nach und nach – auch neue Kindersitze ein. Theoretisch hätten wir unsere Sitze auch umbauen können, aber allein beim Gedanken daran, fünf Kindersitze umzubauen, hatten wir schon keine Lust mehr, überhaupt mit dem Zweitauto und den Kindern zu fahren…

Aktuell nutzen wir die folgenden Kindersitze:

Im Jumper:
Kind 1 – fast 7 Jahre alt: Diono Monterey 2 (Folgesitz Gr. 2/3 von 15 bis 36 kg)
Kind 2 – gerade 6 Jahre alt geworden: Axkid Kidzone (Reboarder von 9 bis 25 kg)
Kind 3 – 4,5 Jahre alt: Axkid Minikid (Reboarder von 9 bis 25 kg)
Kind 4 – gerade 3 Jahre alt geworden: Axkid Rekid (Reboarder von 9 bis 25 kg)
Kind 5 – 1,5 Jahre alt: Maxi-Cosi 2WayPearl (ein i-Size-Reboarder für Kinder mit einer Körpergröße bis 105 cm)
Kind 6 – Neugeborenes: Cybex Cloud Q mit gegurteter Basis

Im T4:
Kind 1: Britax-Römer Kidfix XP SICT (Folgesitz Gr. 2/3 von 15 bis 36 kg)
Kind 2: Axkid Minikid
Kind 3: Axkid Minikid
Kind 4: Britax-Römer Max-Way (Reboarder von 9 bis 25 kg, darf an den Beckengurt)
Kind 5: Maxi-Cosi Mobi (Reboarder von 9 bis 25 kg, darf an den Beckengurt)
Kind 6: Cybex Cloud Q, gegurtet

Die Aufteilung der Sitze im T4 brachte uns ordentlich ins Schwitzen: Reihe 3 war eigentlich zu eng für unsere Reboarder (der Minikid passte gerade so, wenn wir ihn ohne Beinfreiheit eingebaut haben), die Beckengurte in der Mitte der beiden Reihen stellten ein weiteres Problem dar und dann war da noch der Klappsitz in Reihe 2, der den Zugang zu Reihe 3 nicht blockieren durfte. Letzten Endes klappte es dann doch mit dem Kindersitz-Tetris, weil wir die Rückenlehne der Doppelbank in Reihe 2 ausbauten und die richtigen Sitze fanden.

Ganz neu: Nun auch mit Folgesitzen

Wir gehören zu den Eltern, die ihre Kinder möglichst lange rückwärts transportieren. Trotzdem kam oder kommt auch für uns die Zeit des Umdenkens. Mittlerweile fährt der Große vorwärts und auch der Sandwichjunge wird bald in einen vorwärtsgerichteten Folgesitz umziehen. Und falls ihr glaubt, dass die Auswahl des richtigen Kindersitzes beim Folgesitz einfacher wird, muss ich euch enttäuschen, denn auch bei den Folgesitzen ist es wichtig, den Kindersitz mit dem Kind und im Auto zu testen.

Vor knapp zwei Jahren hatten wir bei einem Wettbewerb einen Kiddy-Sitz (Gr. 1/2/3) gewonnen. Wir hatten diesen immer als Ersatz- und Notsitz im Auto dabei, aber eigentlich nie gebraucht. Als wir diesen nun für den Großen nehmen wollten, stellte sich heraus, dass der Sitz überhaupt nicht mit dem Gurtverlauf im Jumper harmonierte: Ganz gleich auf welcher Höhe sich die Kopfstütze des Sitzes befand: Der gurtinterne Sitz verlief immer am Hals des Kindes. Wir haben es auch mit dem Sandwichjungen und der Trulla getestet und hatten keinen Erfolg. Im T4 verhielt es sich genauso und dazu kam, dass der Gurt sich nicht ordentlich straffte und auch nicht zurückrollte. Der Sitz zog deshalb wieder aus und macht heute eine 8jährige im Golf 7 glücklich, wo er offensichtlich deutlich besser passt als bei uns.

Britax-Römer KIDFIX XP SICT

Britax Römer Folgesitz
© Britax-Römer

(Werbung) Bei uns zog dafür ein neuer Folgesitz ein, nämlich der Römer KIDFIX XP SICT. Hinweis: Der Sitz wurde uns von Britax-Römer kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt.

Neben diesem verkauft(e) Römer außerdem den:
– KID II (befestigbar mit 3-Punkt-Gurt), den
– KIDFIX SL bzw. KIDFIX SL SICT (jeweils befestigbar mit 3-Punkt-Gurt oder mit Isofit mit Soft Latch; Der SL SICT verfügt dazu über einen flexiblen Seitenaufprallschutz), den
– KIDFIX XP ohne SICT (befestigbar mit 3-Punkt-Gurt oder mit Isofit, zusätzlich mit XP-Pad) und ganz neu
– KIDFIX II XP und KIDFIX II XP SICT (befestigbar mit 3-Punkt-Gurt oder mit Isofit. Zusätzlich mit XP-Pad, verstellbarem Seitenaufprallschutz und Secure-Guard-Technologie zur optimalen Positionierung des Beckengurts)

Wenn man sich die Auflistung ansieht, merkt man deutlich, dass Römer auf Testergebnisse reagiert, immer am Ball bleibt und ganz vorne mit dabei ist, wenn es um Verbesserungen ihrer Sitze geht. Würde ich heute einen neuen Folgesitz kaufen, fiele meine Wahl auf den KIDFIX II, weil ich die zusätzliche Halterung für den Beckengurt für wichtig und richtig halte.

Zurück zum KIDFIX:

Auch beim Folgesitz ist es wichtig, dass er zum Kind und zum Auto passt. Die Kindersitzprofis haben einen wunderbaren Guide zum Thema Folgesitz geschrieben, den ich an der Stelle gerne verlinken mag: „Worauf müssen Eltern beim Kauf eines Folgesitzes achten?“ 

Wir sind alle Kriterien für uns durchgegangen:
Geistige Reife: Unser Großer ist mit seinen mittlerweile fast 7 Jahren (meistens) vernünftig und hampelt nicht in seinem Sitz, wurstelt sich nicht aus dem Gurt und bleibt sitzen. Er ist alt und vernünftig genug und wiegt natürlich außerdem über 15 kg.
Die Rückenlehne des Folgesitzes lehnt an der Rückenlehne des Autos an: Der KIDFIX hat einmal überhaupt eine Rückenlehne und diese passt sich wunderbar der Lehne in unseren Autos an.
Der Beckengurt verläuft über der Hüfte, nicht über dem Bauch. Dies Kidfix Beckengurt Verlaufkönnt ihr rechts im Bild sehen.
Der Schultergurt kommt knapp über der Schulter heraus.
Beide Gurte werden durchs Hörnchen geführt. Dies kann auch unser Kind schon selbst.
– Wichtig: Der Gurt strafft sich in allen Höheneinstellungen. Dies ist beim KIDFIX im Gegensatz zu unserem vorherigen Kiddy-Sitz der Fall.
Der Kopf unseres Kindes befindet sich innerhalb des Seitenschutzes bzw. der Kopfstütze.

Der KIDFIX macht sich sowohl im VW als auch in unserem Jumper sehr gut. Er steht fest und bietet für das Kind einen guten Gurtverlauf. Unser Großer findet den Sitz sehr bequem und der Gurt schneidet am Hals nicht ein. Auch in der Handhabung ist der Sitz super: Der Besserwisserboy kann sich problemlos alleine und richtig an- und abschnallen.

Das XP-Pad am Gurt selbst ist dafür gedacht, beim Frontaufprall Energie aufzunehmen und diese vom Halsbereich wegzuleiten. Das Pad an sich ist nicht unbequem, im Sommer beklagte sich der Große aber mehrmals darüber, dass er unter dem „Ding“ schwitzt. Dies ist zwar kein Sicherheitsproblem, für uns aber ein kleines Manko am Sitz.

Seitenaufprallschutz Kidfix

Auf dem Foto links seht ihr das sog. SICT. Dabei handelt es sich um einen eigenen Seitenaufprallschutz für den Folgesitz. Dieser wird an der Seite der Türe ausgefahren und nimmt noch einmal zusätzlich zu den tiefen Seitenwangen des Sitzes selbst Energie auf und vom Kind bzw. Sitz weg.

Natürlich sind auch die Kopfstütze und die Gurtführung oben höhenverstellbar.

Der Sitz selbst kann entweder rein mit dem 3-Punkt-Gurt ins Auto eingebaut werden oder mit Isofit (quasi Isofix). Beim semiuniversellen Einbau mit letzterem müsst ihr bitte die Typenliste zum Sitz beachten. Der Einbau über das Isofix-System bietet den Vorteil, dass ihr den Sitz bei einer Leerfahrt nicht anschnallen müsst.

Wir sind mit dem KIDFIX XP SICT sehr zufrieden. Wenn unser Sandwichbub bald vorwärts fährt, werden wir uns wahrscheinlich den Nachfolger des Sitzes holen.

 

Wer Fragen zum Sitz, zu anderen Kindersitzen oder zum Einbau mehrere Kindersitze in ein Auto hat, darf mich gerne anschreiben.

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Kerstin ist Mama von vier wunderbaren Söhnen, einer redseligen kleinen Trulla und der Dezemberhexe. Sie baut Legotürme, stürmt mit wilden Playmobilpiraten kitschige Prinzessinnenschlösser und sucht täglich Antworten auf kuriose Kinderfragen.

2 Kommentare

  1. Ein frohes Neues!
    Schön, dass du es neben deiner Rasselbande noch zu regelmäßigen Blogg-einträgen schaffst! http://www.fraumama.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_mail.gif

    Wow – endlich sieht man euren Jumper mal in voller Größe ;-) Dagegen wirkt der T4 wirklich zierlich und klein! (sowohl Länge, Breite als auch Höhe) Macht sich das denn auch im Innenraum bemerkbar?
    In einem anderen Artikel gab es mal Bilder von der Innenansicht im Citroen (damit man sich vorstellen konnte wie das so aussieht wenn so viele Reboarder eingebaut sind (und da warns ja nur 5 Kindersitze ;-) ). Wenn es nicht zu viel Aufwand ist, wie wäre es mit 2 Vergleichsbildern, wie es im Innenraum jetzt mit 6 Kindersitzen im Jumper und T4 aussieht? Würd mich mal interessieren. Aber nur wenns grad zeitlich bei euch passt ;-)

    grüße, Kathrin

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