Gläschen erwärmen in Lichtgeschwindigkeit

Gläschen erwärmen in Lichtgeschwindigkeit

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Kennt Ihr das auch? Euer Baby bzw. Kleinkind hat Hunger, das Gläschen steht bereit, es ist aber kalt. Schnell den Babykostwärmer anschalten, Gläschen hinein und warten. 2 Minuten später riecht es komisch und man stellt fest, dass kein Wasser im Gerät ist und es eigentlich ohnehin entkalkt gehört. Ihr kennt es nicht? Gut für euch, uns mir ist das schon häufiger passiert. Nachdem unser letztes Gerät bei so einer „kein Wasser“-Aktion den Hitzetod gestorben ist, haben wir uns nun für ein Gerät ohne Wasserbad entschieden:

Den NUK Thermo Light

Auch wenn der Zusatz „light“ heutzutage häufig für leichte, kalorienreduzierte Produkte verwendet wird, ist bei Nuk die eigentliche Bedeutung, nämlich Licht, gemeint. Denn anders als die üblichen Geräte auf dem Markt, die die Gläschen oder Flaschen im Wasserbad erwärmen, wird hier Infrarot-Licht zur Erwärmung verwendet.

Das spart nicht nur das Auffüllen des Wassers und das Entkalken etc., sondern nebenbei auch noch Energie, da nicht erst das Wasser erhitzt werden muss, sondern das Wärmgut direkt erwärmt wird. Da dies, wie auch im Wasserbad, ohne direkten Kontakt zur Heizquelle stattfindet, erwärmen sich Gläschen und Flaschen schonend und gleichmäßig. Dank eines Einstellrädchens kann man Flaschen und Gläschen unterschiedlicher Höhe bzw. Größe erwärmen. Außerdem kann man wählen, ob die Flaschen oder Gläschen bei Raumtemperatur gelagert waren oder im Kühlschrank. Entsprechend der Einstellung wird die Erwärmzeit berechnet. Soweit zumindest die Theorie.

Die Praxis – Gläschen und Fläschchen erwärmen:

Babykostwärmer

Gläschen erwärmen:
In der Praxis ist vieles anders als man denkt und so probierten wir den NUK Thermo Light natürlich gleich aus. Die Bedienungsanleitung war schnell gelesen und riet bei der Größeneinstellung dazu auszutesten, welche Einstellung am besten passt. Ich versuchte es mit einem mittelgroßen Gläschen Karotten, wählte die mittlere Gläscheneinstellung bei Raumtemperatur und startete den Erwärmvorgang. Sofort begann die Infrarotlampe zu leuchten und wenn man die Hand über den Thermo Light hielt, spürte man sofort die Wärme.

Fläschchenwärmer leuchtet

Entgegen unserer Erwartung funktionierte der Vorgang leider nicht in Lichtgeschwindigkeit, sondern dauerte ein paar lange Minuten. Das Ergebnis war ein Karottengläschen, welches innen kalt und außen (am Glas) brennend heiß war. Für einen neutralen Test ließ ich das Gläschen wieder abkühlen und probierte die Einstellung für große Gläschen (dies bitte nicht nachmachen, wenn euer Kind den Inhalt des Gläschens essen soll). Dieses Mal dauerte es noch ein bisschen länger, dafür war nicht nur das Glas, sondern auch der Inhalt warm bzw. heiß. Nach dem Umrühren hatte das Gläschen eine angenehme Esstemperatur und konnte verspeist werden. Das Essen übernahm ich, da unsere Kinder kaum noch Gläschen essen.

Karotte im NUK Thermo Light

Bei einem weiteren Gläschen probierte ich die Kühlschrankeinstellung, da es vorher im Kühlschrank stand. Hier benutzte ich direkt eine höhere Einstellung aus und bekam nach einigen Minuten ein wohltemperiertes Gläschen mit angenehmer Esstemperatur. Natürlich sollte man und habe ich auch zwischenzeitlich immer wieder gerührt. Im Vergleich zu einem herkömmlichen Babykostwärmer ist der NUK Thermo Light hier tatsächlich ein wenig schneller.

Fläschen erwärmen:
Bei Fläschchen funktionierte die Sache deutlich besser. In Ermangelung von Muttermilch probierten wir normale Kuhmilch aus dem Kühlschrank. Das Ergebnis war überzeugend: Die eingestellte Flaschengröße auf Kühlschrankeinstellung ergab eine gleichmäßig temperierte Milchflasche. Man kann laut NUK übrigens bedenkenlos alle Glas- und Kunststofffläschchen verwenden, so lange sie nicht aus PE (Polyethylen) bestehen.

Fazit:
Die Idee, Flaschen und Gläschen nicht mit Wasser zu erwärmen, sondern „direkt“ und mit Licht finden wir aus hygienischen und Entkalkungsgründen sehr gut. Die Temperatureinstellungen muss man erst ein wenig ausprobieren bevor man ordentliche Ergebnisse bekommt, das funktioniert nach einer kleinen Testreihe aber sehr gut.
Besonders praktisch ist natürlich, dass man für die Benutzung einzig eine Steckdose benötigt und nicht zusätzlich noch Wasser. Zudem entfällt eine komplizierte Reinigung und Entkalkung, ihr könt den Babykostwärmer dank abnehmbarem Ring sehr leicht reinigen.

Den NUK Thermo Light könnt ihr z. B. hier bei Amazon bestellen.

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Carsten ist Papa von vier wilden Kerlen und einer kleinen Prinzessin. Carsten deckt den Technik-Part des Blogs ab und verschafft spannende Einblicke in das Leben als Papa von fünf Kindern.

8 Kommentare

  1. iiih, du isst freiwillig karotten-glässchen? pfui-bah!! :D

    wir haben den thermo-light auch hier, und mir ist er definitiv zu langsam… ich bin halt ne mikrowellen-mama! :) schnell rein, schnell warm, schnell satt!

    wie gehts dir denn sonst? was machen die weh-wehchen? mir reichts so langsam mit schwanger sein, ich zähl schon die tage, und hoff, dass das baby gnädig ist, und etwas früher raus mag… schaun wir mal! :D

    alles liebe, anni

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    • Den Artikel hat mein Mann geschrieben, ich würde das niemals essen. http://www.fraumama.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_whistle3.gif
      Wir kennen den Babykostwärmer von Reer, da braucht ein Fläschchen mal eben 15 Minuten. http://www.fraumama.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_wacko.gif Ansonsten könnte ich den lieben langen Tag jammern – noch 5 Wochen und die vergehen hoffentlich schnell! http://www.fraumama.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_wink.gif

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  2. Ich hoffe dass wir so ein Teil wieder nicht brauchen. Ich hatte den NUK Dampf-Dingsbums, der mit heißem Dampf die Fläschen erwärmen soll. Leider machte das die Muttermilch unbrauchbar, weil es außen einfach zu heiß wurde.
    Die Gläschen hab ich auch fix in der Mikro erwärmt http://www.fraumama.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_whistle3.gif

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    • Wir nutzen in aller Regel auch die Mikrowelle, die ist natürlich um Längen schneller als jeder Babykostwärmer.
      Das Dampfding haben wir auch, allerdings wusste ich gar nicht, dass das Fläschen wärmen soll oder reden wir von unterschiedlichen Geräten? (Wir haben den Sterilisator / Vaporisator / Dampfgarer)

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      • Nee, das Teil was ich meine nennt sich Babykostwärmer Thermo Rapid – da steht das Fläschen nicht im Wasser, sondern wird vom Wasserdampf erwärmt.
        Die Muttermilch wurd da nur irgendwie sauer – gut, Carlotta hat eh nie aus den Fläschchen getrunken, daher war das ne unnötige Anschaffung ;-)

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  3. Breigläschen habe ich nie direkt aus dem Glas gefüttert (wir essen ja auch nicht direkt aus der Dose), sondern immer erst in ein Schälchen umgefüllt und dann in der Mikrowelle erwärmt. Ähnlich war es früher bei den Milchfläschchen, die habe ich immer mit heißem+kalten Wasser frisch zubereitet.
    Den Fläschchenwärmer hab ich überhaupt nur ganz am Anfang gebraucht, als die Jungs die Fläschchen nicht in einem Zug geleert haben oder wenn etwas dazwischenkam und die Fütterung ein paar Minuten warten musste. Da hats dann auch die Variante mit Wasserbad getan.
    Grundsätzlich aber finde ich die Idee mit Infrarot nicht schlecht.

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    • Wir nutzen so einen Wärmer hauptsächlich unterwegs (unser vorheriger konnte an den Zigarettenanzünder im Auto und das war wirklich praktisch!) – Schälchen nehmen wir zuhause auch, allerdings aus Porzellan bzw. Keramik, weil ich kein Plastik erwärme.

      Muttermilch haben wir beim ersten Kind häufig im Wärmer erhitzt, aber unser alter Fläschchenwärmer war unglaublich langsam, so dass wir irgendwann auf Glasflaschen + Mikrowelle umgestiegen sind.

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