Ratgeber: Allergievorsorge bei Babys

Ratgeber: Allergievorsorge bei Babys

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(Werbung) Als der Besserwisserboy 2009 geboren wurde, hieß es, die beste Allergievorsorge für ein Kind sei es, mindestens sechs Monate voll zu stillen und im Anschluss Beikost einzuführen und weiter zu stillen. Damals noch (vor gerade einmal 7 Jahren) lautete die gängige Empfehlung, es sei sinnvoll, die ersten Lebensmittel langsam und eines nach dem anderen einzuführen. Kurz später gab es neue Leitlinien, die spätestens mit der Geburt unserer Tochter 2011 bekannt und weit verbreitet waren und besagten, dass Beikost im Rahmen der Allergievorsorge beim Kind früher eingeführt werden solle und Babys bereits im Alter von vier Monaten mit Allergenen in Berührung kommen sollten. .Je früher, desto besser quasi.

4 oder 6 Monate ausschließlich stillen?

Katzenbabys bei ihrer Mutter

Der Hintergrund zur Empfehlung, bereits ab dem 5. Lebensmonat Beikost zu geben, ist indes wenig bekannt. Mütter, deren Babys mit vier Monaten noch nicht essen wollen und / oder nicht beikostreif sind, dürfen aber guten Gewissens aufatmen und müssen sich nicht sorgen.  In Wahrheit haben sich die Richtlinien und Erkenntnisse zur Allergieprophylaxe kaum verändert. Es ist nach wie vor vollkommen in Ordnung, sechs Monate ausschließlich zu stillen, es ist nur wichtig zu wissen, dass während der Beikosteinführung noch gestillt werden sollte. Dass die Empfehlung zu einem früheren Beikoststart ausgesprochen wurde, begründet sich nämlich hauptsächlich darin, dass vor 2009 viele Mütter das Stillen mit dem Einführen der Beikost komplett aufgaben und so das Risiko für Allergien wieder stieg. Insbesondere die Zahl der Kinder, die an Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) erkrankten, wuchs. Optimal für die Allergieprophylaxe ist es, wenn Mütter noch stillen, wenn sie Beikost einführen.

Oder anders: Für das Allergierisiko macht es keinen Unterschied, ob Beikost mit vier oder sechs Monaten eingeführt wird. Einzig wichtig ist, dass Babys, die Beikost bekommen, auch noch Muttermilch trinken.

Das Allergierisiko bei Flaschenkindern senken

Wer nicht stillt oder das Stillen wieder aufgibt, kann ebenso dafür sorgen, das Allergierisko beim Nachwuchs möglichst gering zu halten. Bei etwa jedem dritten bis fünften Kind besteht ein (hohes) Risiko für eine Allergie. Viele Allergien sind dabei erblich bedingt, so dass das individuelle Risiko dafür, dass eine Allergie erworben wird, von den Eltern relativ gut eingeschätzt bzw. berechnet werden kann. Leidet beispielsweise der Vater unter Neurodermitis oder die Mutter unter Heuschnupfen und allergiebedingtem Asthma, so können Eltern davon ausgehen, dass ihr Kind mindestens stark gefährdet ist, eine ebensolche Allergie (oder auch eine Lebensmittelunverträglichkeit) zu entwickeln. Sollte das bei euch der Fall sein, solltet ihr nicht auf normale Pre-Nahrung, sondern auf hypoallergene Milch (HA-Milch) zurückgreifen.

Ob ein (erhöhtes) Allergierisiko bei eurem Kind besteht, könnt ihr zum Beispiel hier anhand weniger Fragen berechnen lassen.

Unsere eigene Erfahrung

Der Besserwisserboy wurde hauptsächlich gestillt und später von abgepumpter Milch ernährt. In sein Fläschchen kam entweder Muttermilch oder bei knappen Vorräten auch HA-Nahrung, da insbesondere in meiner Familie zahlreiche Allergien auftreten und von Generation zu Generation weitergegeben werden. So haben wir bestmöglich vorgesorgt. Dass er ein Risikokind war oder ist, merkten wir übrigens schnell: Er bekam schon kurz nach der Geburt und noch in der Vollstillzeit Neurodermitis. Über die Jahre hinweg hat sich diese fast verwachsen und tritt heute kaum noch auf. Was die Zukunft allergietechnisch für unsere Kinder bereithält, wissen wir natürlich auch nicht, hoffen aber das beste.

Unser Adventsmädchen wird noch (sicherlich eine ganze Weile) vollgestillt. Da ich aktuell nicht abpumpe, haben wir für den Fall der Fälle allerdings auch eine Packung HA-Milch im Schrank. Und wann wir dieses Mal mit der Beikost starten, werde ich gewiss berichten – eines ist jedenfalls sicher: Wir werden wie bei allen Kindern nach Gefühl gehen und einfach einmal abwarten. Irgendwann ist jedes Baby beikostreif und wir haben es da immer ganz und gar nicht eilig.

 

 

Hinweis: Der Artikel wurde von Aptamil unterstützt.

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