Collage mit 4 Kindern

Ich bin Mutter und keine Putzfrau!

Seit mittlerweile sicherlich einem Jahr wünsche ich mir, dass meine Tage nicht 24, sondern am besten 96 Stunden haben. Irgendetwas bleibt bei uns immer auf der Strecke und meistens ist das der Haushalt. Ich setze gerne Prioritäten und dazu gehören weder Tätigkeiten wie Fensterputzen noch abstauben. Was sich bei uns abspielt, nenne ich gerne Grundsauberkeit, hier hapert es allerdings in der Detailsauberkeit.
Einerseits bin ich ein großer Freund von Perfektion, andererseits habe ich spätestens nach dem zweiten Kind lernen müssen, dass es Dinge im Leben mit Kindern gibt, die nicht perfekt sind. Ich mag Fenster, die nicht staubig sind, sind sie es aber doch, leidet darunter nicht meine Lebensqualität (vorausgesetzt wir bekommen noch Tageslicht). Ich habe noch keinen Erwachsenen sagen hören “meine Kindheit war schön, wir hatten immer saubere Fenster”.

Wir lassen Fenster einstauben (das ist nicht besonders schwer, wenn vor der Türe eine Dauerbaustelle herrscht), wir wischen den Boden nicht täglich und vom Boden essen kann man hier auch nicht. Wobei, bei der Menge, die manchmal unter den Hochstühlen liegt, könnte man es sicherlich und würde auch satt, man möchte es aber nicht. Ich mag Haushaltsgeräte, die mir meinen Alltag erleichtern – dazu gehört zwingend unser Trockner, der auch im Sommer häufiger lief als es mein Umweltschutzgedanke und unsere Stromrechnung erlaubten. Ganz zwingend von Nöten ist hier auch die Spülmaschine, die selbst dann täglich an ist, wenn ich darauf achte, Geschirr einzusparen. Bei fünf Personen kommt so viel zusammen, dass zumindest wir nicht in der Lage sind, zwei Tage zu warten bis wir die Maschine einschalten.

Unser Staubsauger saugt ohne uns

Helfer im Haushalt

Allerdings wird hier täglich gestaubsaugt. Das liegt aber nicht daran, dass es Priorität hat und man sich dafür extra Zeit nimmt, es liegt daran, dass wir es nicht selbst tun. Statt uns eine Putzfee zu gönnen, haben wir uns einen Staubsaugerroboter gegönnt. Monatelang bin ich um die kleinen Haushaltshelfer herumgeschlichen, monatelang habe ich überlegt, ob sich so ein Roboter rentiert und ganz ehrlich: es waren ein paar Monate zu viel. Keine Sekunde bereue ich, unseren Staubsaugerroboter angeschafft zu haben, vielmehr hätte das früher passieren müssen. Was in den ersten Tagen noch eine lustige Spielerei war, vor der die Kleine Angst hatte und deren Knöpfe die Jungs deutlich mehr faszinierten als ihr eigenes Spielzeug, ist heute ein Weggefährte, der uns viel Arbeit abnimmt.

Täglich fährt Robocop unsere Zimmer ab und sorgt dafür, dass der Boden frei von Krümeln ist. Der Einfachheit halber sperren wir ihn jeweils für 15-20 Minuten in ein Zimmer ein und holen ihn nach verrichteter Arbeit wieder ab, setzen ihn ins nächste Zimmer und freuen uns 2 Stunden später darüber, dass wir wieder viel sauberen Platz haben, um den Boden mit Spielzeug, Kartons und anderen Dingen zu belagern.

Chaos auf dem Fußboden Das praktische an unserem Staubsaugerroboter ist, dass wir dazu angehalten sind, spätestens am Abend den Boden freizuräumen, sonst frisst er entweder unser Hab und Gut oder verheddert sich darin und quittiert selbiges mit einem lauten Piepsen. Ein bisschen ist es wie wenn man eine Putzfrau hätte: man ist selbst reinlicher, weil man sich sonst vor anderen Leute wegen seines Chaos schämen würde. Unser Staubsauger würde zwar nicht weitertratschen, dass es bei uns aussieht wie bei Hempels, er würde aber daran zugrundegehen – und das können und wollen wir uns gar nicht leisten. Viel zu praktisch ist unser kleines Helferlein.

Einziges Manko: er saugt nicht ordentlich in den Ecken und ich frage mich, ob es nicht sinnvoll wäre, Staubersaugerroboter zu erfinden, die rechteckig sind. Robocop ist wie die meisten (alle?) seiner Weggefährten rund, so dass es in den Ecken jeweils 2-3 cm gibt, in die er nicht kommt. Und wer nun glaubt, dass das nur die Ecken des Zimmers betrifft, der irrt. So eine Wohnung hat viele Ecken und Kanten, in denen sich über die Woche hinweg Krümel und Wollmäuse sammeln können. Dafür haben wir nach wie vor einen normalen 0815-Staubsauger, der wenig genutzt wird, aber er wird es. Dieser übernimmt zusammen mit meinem Mann die samstägliche große Eckenrunde. Das ist allerdings wirklich nur noch eine Kleinigkeit und kein Grund, Robocop ins Tierheim abzugeben. Ohne den Roboter hätten wir deutlich weniger Zeit, um mit den Kindern zu spielen, zu malen, zu basteln oder auch die Fenster zu putzen…

Und falls ihr jetzt auch unbedingt einen Robocop braucht: der passende Staubsauger für die Wohnung findet sich beispielweise bei redcoon.de. Sortiert man dort die Staubsauger absteigend nach dem Preis, finden sich die kleinen Helferlein schnell. Ja, ich gebe zu, so ein Roboter hat tatsächlich seinen Preis, am Ende bin ich aber sicher, dass sich der Einsatz eines solchen Roboters auszahlt. In Zeit, die man mit den Kindern verbringen kann, in Lebensqualität, weil man sich selbst kaum kümmern muss und in der Prioritätensetzung. Und wisst ihr was: zu Weihnachten wird hier ein Wischroboter einziehen. Das ist nämlich auch eine Tätigkeit, die hier keiner gerne übernimmt. Und so ein Roboter beklagt sich wenigstens nicht, wenn man ihn dazu animieren will zu wischen, er tut’s einfach. Leise summend, ganz nebenbei, ohne mein Zutun und mit Ruhe und Sorgfalt.

Ich danke der Wissenschaft für solche Erfindungen, die das Leben erleichtern. Und ich danke meinem Mann, der uns diesen Wischroboter kaufen wird. Schließlich geht es auch um seine Lebensqualität -

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Ich bin Mutter und keine Putzfrau!, 5.0 out of 5 based on 2 ratings

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Über den Autor: Kerstin
Kerstin ist Mama von vier wunderbaren Söhnen und einer redseligen kleinen Trulla. Sie baut Legotürme, stürmt mit wilden Playmobilpiraten kitschige Prinzessinnenschlösser und sucht täglich Antworten auf kuriose Kinderfragen.

5 Kommentare zu “Ich bin Mutter und keine Putzfrau!”

  1. avatar Tanja Bumb sagt:

    Ich hab mir das auch schon lange überlegt, da ich wegen den Meerschweinchen täglich saugen muss. Erst gestern haben wir ein Vorführmodell von Vileda im Baumarkt gesehen. Noch bin ich aber ehrlich gesagt nicht wirklich davon überzeugt. Können die einen Fusselteppich saugen? Ich hatte im Fernseher mal eine Reportage gesehen und da haben alle getesteten nicht wirklich gut abgeschnitten.

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    • avatar Kerstin sagt:

      Wir haben keinen Fusselteppich, deshalb kann ich dir das gar nicht sagen. Wir haben nur den, auf dem er auf dem Foto steht und ansonsten Fliesen und Kautschuk. Das ist natürlich jeweils glatter Boden, den er problemlos saugen kann (aber auch den Teppich bekommt er super sauber).
      Man kann die Geräte auch ausleihen bzw. erst einmal testen und zurückbringen bzw. -schicken, wenn sie nicht taugen. Vorwerk macht auch Vorführungen (wenn man sowas mag).

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  2. avatar Erdbeerfee sagt:

    Tolle Erfindung muss ich sagen. Bin auch schon lange am überlegen, und wenn unser altes Gerät schlapp macht, dann kommt ein solcher Haushaltshelfer auf jeden Fall in betracht.

    Liebe Grüße

    Sandra

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  3. avatar Diana sagt:

    Das Dilemma mit den Fenstern, den Krümeln, dem viel zu oft laufenden Geschirrspüler und dem Trockner kenne ich auch. Mir geht es da genauso wie Dir. So ein Saugroboter wäre auch noch was. Wir haben ein großes Haus, da nimmt Staubsaugen gut und gerne mal mehr als eine halbe Stunde in Anspruch. Und das mehrmals die Woche… Diese Zeit würde ich auch gerne besser nützen…

    LG Diana :-)

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  4. avatar shadownlight sagt:

    ich sehe solche erfindungen auch immer mit grossen augen entgegen, es hilft doch ungemein :)
    gglg!

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