Collage mit 4 Kindern

Trainieren mit dem Sling Trainer

Als ich vor einigen Wochen das erste Mal beim Orthopäden war, hatte ich noch keine Ahnung, wo das hinführen würde. Schon Monate quäle ich mich mit schmerzenden Füßen. Bereits im letzten Jahr bekam ich neue orthopädische Einlagen, bei denen aber scheinbar der vorherige Abdruck nicht besonders gut war. Meine vorherigen Beschwerden verschwanden, dafür kamen andere dazu. Der Schuhmacher meinte, dass leichte Schmerzen in der Anfangszeit normal wären und die Füße sich erst einmal an die Einlagen gewöhnen müssten. So machte ich gute Miene zum bösen Spiel und quälte mich über Monate hinweg mit den Einlagen. Irgendwann reichte es mir und ich ließ sie weg, und siehe da, ein paar Tage später waren alle Probleme weg. Wenn das immer so einfach wäre dachte ich mir, um mich ein paar Tage später eines Besseren belehren lassen zu müssen. Die Schmerzen kamen wieder, schlimmer als je zuvor und so trieb es mich erst zum Hausarzt, der mich aber gleich an den Profi ver- bzw. überwies. 

Als ich das Sprechzimmer des Orthopäden betrat, sagte er mir direkt ins Gesicht: “Sie brauchen Einlagen”. Er erklärte mir, woran er das sieht, und ich klagte ihm meine Leidensgeschichte mit dem Resultat, dass ich nun neue Einlagen habe, die Originalschmerzen weg sind, dafür aber wiederum andere zum Vorschein kamen. Zu den Schmerzen im Fuß sind seit den neuen Einlagen zusätzlich noch Rücken-, Nacken- und Knieschmerzen hinzugekommen. Nachdem ich ohnehin mit Kerstin gemeinsam schwanger bin und mich an ihren Schleimbeutelentzündungen “angesteckt” habe, habe ich nun auch die gleichen Rückenschmerzen wie sie. Aber im Gegensatz zu ihr kann ich derzeit einiges dagegen tun.

Ein erneuter Besuch beim Orthopäden brachte mir 2 Spritzen in den Nacken und eine in den Fuß ein und die Therapieempfehlung: “Lassen Sie doch mal eine von den beiden Einlagen weg und schauen, ob es besser wird.” Außerdem sollte ich mich körperlich ein wenig fit machen, vor allem was Beine und Rücken angeht. Ich erklärte dem Arzt, dass ich durch das Heben, Tragen und Schieben meiner Kinder eigentlich gut im Rücken- und Beinbereich trainiert sein sollte, aber er lachte nur und meinte, dass das wohl eher die Ursachen für meine Probleme wären, ich solle doch bitte ganzheitlich trainieren. 

Der aeroSling

Auf der Suche nach Möglichkeiten mich fit zu machen, stieß ich schnell an meine zeitlichen Grenzen. Fitnessstudio mit 3,5 Kindern ist für mich aktuell zeitlich nicht machbar, außerdem ist der finanzielle Faktor auch nicht außer acht zu lassen.
Deshalb suchten wir nach Möglichkeiten, um daheim zu trainieren und sind auch schnell fündig geworden. Wir fanden den aeroSling® XPE Sling Trainer, einen sehr leichten, transportablen Umlenkrollen-Slingtrainer.

Was ist ein Slingtrainer?

Der Slingtrainer besteht aus einem Seil mit Schlaufen und Haltegriffen, die über eine Umlenkrolle geführt sind. Durch die Ausnutzung des eigenen Körpergewichtes als Widerstand sind keine Gewichte oder ähnliches erforderlich. Während man nun z.B. auf der einen Seite den Arm nach vorn bewegt, wird der andere Arm nach hinten gezogen. Dadurch kann man selbst den gewünschten Widerstand wählen. Aber der aeroSling ist nicht nur für die allgemeine Armmuskulatur gedacht: Je nach Übung können verschiedene Muskelgruppen trainiert werden. Selbstverständlich sind auch Übungen für den oberen Rücken, Rumpf und die Beine dabei, die ideal zur Besserung meiner Beschwerden geeignet sind.
Wer sich ein Bild von der Funktionsweise machen möchte, kann sich hier ein kleines Produktvideo ansehen.

Lieferumfang

Neben dem eigentlichen aeroSling, also dem Seil, den Haltegriffen und der Umlenkrolle, wird eine Ankerschlinge mitgeliefert, mit der man den aeroSling fast überall befestigen kann. Wenn man in der Natur trainieren möchte, kann man die Schlinge an Bäumen oder Säulen befestigen. Man kann quasi jederzeit trainieren, wenn man möchte. Für Zuhause ist der integrierte Türanker gedacht, mit dem der aeroSling einfach an jede stabile Tür gehängt werden kann. Der Türanker wird dabei über die Tür gelegt und diese fest verschlossen. Die Stabilität ist bei uns zuhause dank Metallzargen und Vollholztüren kein Problem, allerdings konnten wir den Türanker trotzdem nur bei einer Tür verwenden, da der Schreiner die Türen sehr passgenau eingesetzt hat und oben kaum bzw. kein Platz für die Schlaufe ist. Leider ist im Raum vor der Tür wenig Platz, so dass ich für das Training einen Deckenhaken verwende, der eigentlich für die Schaukeln der Kinder gedacht ist, aber meine ca. 100 kg locker verkraftet.

Weiter im Lieferumfang enthalten sind eine Anleitung für den aeroSling mit Erklärung des Aufbaus, der Verwendung und einigen Tipps, eine Anleitung für den Türanker, ein Trainigsblatt mit 13 Basisübungen für den aeroSling XPE plus 3 für den aeroSling Elite, den großen Bruder des XPE. Außerdem gibt es eine sehr umfangreiche DVD mit grundlegenden Konzepten, detaillierten Basisübungen und Trainingsplänen für den Einstieg. Die Übungen werden hier jeweils in drei verschiedenen Schwierigkeitsstufen gezeigt, so können Einsteiger wie Profis die richtigen Übungen lernen.

Wirkung / Fazit

Alle Übungen sind für mich als Laien wirklich einfach auszuführen. Dank kleiner Veränderung in der Körperhaltung bzw. Bewegung lässt sich selbst bei gleichen Übungen der Schwierigkeitsgrad verändern und so an das persönliche Trainingsniveau  anpassen. Die Trainings-DVD ist ein toller Begleiter, der zwar keinen persönlichen Trainer ersetzt, aber trotzdem wertvolle Tipps und einen Trainingsplan erstellt, der genau auf meine Bedürfnisse abgestimmt ist.

Die heimische Atmosphäre macht das Trainieren sehr entspannt, allerdings muss man den inneren Schweinehund überwinden und sich aufraffen etwas zu tun, was in Anbetracht meiner Schmerzen und der Hoffnung auf Linderung aber kein Problem ist.

Die Wirkung meines neuen Fitnessprogramms ist erstaunlich. Bereits nach einer Woche Training waren meine Schulter- und Nackenschmerzen wie weggeblasen, wobei ich zugeben muss, dass ich nach dem ersten Übungstag etwas pausieren musste, da ich offensichtlich sehr viele Muskeln bewegt habe, die das so nicht gewohnt waren und von denen ich teilweise noch nicht einmal wusste, dass es sie überhaupt gibt. Als der erste Muskelkater verschwunden war, ging aber alles gut und bisher ist er auch nicht wiedergekommen.

Die Schmerzen in den Beinen und im unteren Rücken sind allmählich auch nicht mehr zu spüren, der Orthopäde versteht also doch etwas von seinem Geschäft, – genau wie die Macher des aeroSlings.

Ich kann den aeroSling XPE jedem empfehlen, der schnell, einfach und effektiv seinen Körper trainieren möchte und entweder keine Zeit, kein Geld oder keinen Platz für große sperrige Fitnessgeräte oder das Fitnessstudio hat. Gekauft werden kann der aeroSling hier: Sling Trainer für ein einfaches Fitnesstraining.

Habt ihr selbst schon Erfahrung mit solchen Fitnessgeräten gemacht?

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Über den Autor: Carsten
Carsten ist Papa von vier wilden Kerlen und einer kleinen Prinzessin. Carsten deckt den Technik-Part des Blogs ab und verschafft spannende Einblicke in das Leben als Papa von fünf Kindern.

2 Kommentare zu “Trainieren mit dem Sling Trainer”

  1. avatar Nicole sagt:

    Ich kann mich zum Fitnessstudio immer nur temporär aufraffen und bin nach kurzer Zeit passiver Beitragszahler… und das gerne mal 2 Jahre lang. ;-/

    Der aeroSling XPE sieht ganz interessant zur Kräftigung des Trizeps aus, der könnte ein bisschen fester bei mir sein…

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  2. avatar Coach Paul sagt:

    Hi Carsten. Hab mich sehr gefreut, deinen Artikel gefunden zu haben. Aerobis hat deinen Artikel auf Facebook verlinkt, und da hab ich da doch gleich mal reingeklickt.

    Freu mich sehr, dass das Sling Training seine Wirkung bei Dir voll entfaltet und das Du Spaß mit dem Training hast.

    Dein Statement, dass Du nach dem ersten Trainingstag etwas pausieren musstest zeigt mir, dass Du dich nicht geschont hast.

    Ich schreibe hin und wieder für das Trainingsportal trainingsworld.de Artikel zum Thema Sling Training. Und natürlich bleibt auch mein einer Blog (http://www.fitnessquatsch.de) nicht ganz von dem verschont.

    Mich würde grad noch sehr interessieren, wie ich Dir unter die Arme greifen kann, damit Du dieses tolle “Gerät” noch besser nutzen kannst.

    Beste Grüße
    Coach Paul ;)

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