Juhu, die Freibadsaison rückt mit großen Schritten näher, – wo andererorts in Deutschland darüber gestöhnt wird, dass auch im Mai noch Heizkosten anfallen, haben wir es hier mit 25 Grad gut erwischt und stöhnen höchstens darüber, dass es windstill ist und dadurch jetzt schon drückend warm. Unser Freibad hat vor fast 4 Wochen bereits seine Pforten geöffnet, Zeit zum Schwimmen hätten wir auch – wäre da nur nicht dieser Körper dieses Problem mit der aktuellen Bademode.

Früher als ich noch 15 Kilo weniger an Leibesmasse und 2000 Schwangerschaftsstreifen weniger hatte, konnte ich problemlos mit Bikini ins Schwimmbad ohne mir Gedanken darüber machen zu müssen, was die Leute um mich herum wohl denken. Heute, drei ausgetragene Schwangerschaften später und jetzt, wo sich kaum ein Kind mehr vor meinem Bauch tragen lassen will, um diesen zu verdecken, braucht es schon mehr Geschick, um die Blicke auf andere Körperpartien als meinen Bauch zu lenken.


Da gäbe es einmal diese schönen Vorhänge, die man sich um den Bauch binden kann, um diesen zu verdecken. Fällt natürlich gar nicht auf und lenkt die Blicke auch überhaupt nicht auf die eigene Gestalt („Du, Karl-Heinz, was macht die Frau denn da mit der Gardine?“ – „Gardine? Sieht aus wie eine Tischdecke, vielleicht gibt’s bald Picknick“). Keine gute Idee.
Alternativ könnte man wie in der Schwangerschaft einen Tankini tragen – wart ihr mal mit einem Tankini in einem Becken mit Bodendüsen? Das ist sehr unlustig, wenn einem das Oberteil plötzlich im Gesicht hängt und man es ständig nach unten drücken muss, um freie Sicht zu haben. Erst einmal sieht man nichts mehr und zum anderen fangen alle Leute um einen herum ganz plötzlich an zu lachen. Kennt ihr nicht? Dann kauft euch unbedingt einen Tankini und setzt euch ins Sprudelbecken! Die ganz besonders Mutigen nehmen den direkten Weg zum Whirlpool. Hinweis: sucht euch am besten ein Schwimmbad oder Freibad weit weg von dort, wo man euch kennt. Ich empfehle außerdem Vormittage unter der Woche, da ist nicht ganz so viel los.

Was machen wir nun aber mit dem Schwabbelbauch? Tankini und Bikini fallen weg, bleiben also noch die Badeanzüge. Manchmal habe ich das Gefühl, die Bademode hat sich in den letzten 30 Jahren kaum verändert. Nach wie vor sieht man in den Läden Badeanzüge mit großen, überdimensionierten Blumen, hautfarben gefütterten Cups und Zurrbändchen um die Taille. Ganz ehrlich, nicht einmal meine Oma würde so etwas tragen. Daneben hängen meist Badeanzüge mit einem Beinausschnitt bis zur Taille, im Schambereich als spitzes V geschnitten und besonders unvorteilhaft, wenn man – wie die meisten Menschen – Oberschenkel hat.

Meine Lösung für das Bademodenproblem lautet übrigens Shapewear. Shapewear, früher noch bekannt als figurformende Wäsche, kann zwar nicht zaubern, verdeckt, schummelt und formt aber ein wenig. Dass figurformende Bademode nicht nach figurformender Bademode aussehen muss, sondern auch ganz schick sein kann, seht ihr im Bademode- und Shapewarebereich von Alba Moda. Die Streifen gehen davon zwar nicht weg und die Hautlappen auch nicht, aber man fühlt sich vielleicht ein bisschen wohler.
Übrigens: ich finde, man sollte Nachschwangerschaftsbauchfotos unbedingt an Schulen verteilen. Ich bin sicher, die Schwangerschaftsrate bei Minderjährigen würde sofort schlagartig sinken…

Wer kann meine Tankinierfahrung bestätigen? Und was tragt ihr schönes im Schwimmbad?