Schwangerschaft

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Unsere kleine Dezemberhexe ist – endlich – bei uns!

Zwei Tage vor der Geburt ging ich zur letzten Vorsorge-Untersuchung. Wie schon beim letzten Kind war mein Frauenarzt unglücklicherweise nicht da und ich musste zur Vertretungsärztin (aber gottlob – wie ich dachte – nicht ins Klinikum). Nach einem – sehr guten – CTG untersuchte die Ärztin noch, stellte fest, dass der Gebärmutterhals schon leicht verstrichen ist und die Kleine tief im Becken liegt. Der Doppler war grenzwertig und sie wies mich außerdem daraufhin, dass sich unser Mädchen in Sternenguckerposition befindet und die Geburt deshalb wohl etwas schwieriger würde. Ich sollte 2-3 Tage später zur nächsten Kontrolle gehen.

Am Morgen danach klingelte das Telefon. Eben diese Ärztin war es und meinte, sie hätte nun doch ein ungutes Gefühl (wie beruhigend…). Sie hätte nachgedacht und fände, dass ich lieber doch sofort und auf der Stelle ins Klinikum fahren sollte und mit einem Cocktail einleiten lassen. Ich war … bedient.  Wir einigten uns darauf, dass ich mich beim Bereitschaftsarzt – heute – erneut untersuchen lasse und dieser entscheiden sollte. So weit kam es allerdings nicht, weil beide Ärzte aufs Klinikum verwiesen. Mittlerweile war es außerdem Abend geworden und das Klinikum war auch nicht sooo begeistert von der Idee einer sofortigen Einleitung. Wir, der beste Mann der Welt und ich, beschlossen zu warten. Irgendetwas sagte mir, dass es von allein losgehen würde. Meine Gefühle waren gemischt, aber diese eine Nacht wollte ich dennoch warten.

SSW 40+3 bzw. 40+4 – ein Geburtsbericht.
Achtung: Der folgende Text enthält Passagen, die Sie verunsichern könnten…

12.12.15, 21:30 Uhr: Unser Züricher Geschnetzeltes mit Bandnudeln ist fertig. Ich nehme die erste Gabel und muss mich hinstellen. Irgendetwas drückt im Bauch. Der Mann fragt, ob alles okay ist. „Ja, meine Hose drückt nur komisch“. Einen Moment lang denke ich an Wehen, schiebe den Gedanken aber beiseite, weil es sich anders anfühlt. Ich esse weiter. Kurz später raunze ich „Ich habe Bauchschmerzen.“ Der Mann: „Frau, hast du Wehen?“ – „Nein. Bauchschmerzen.“ – „Frau!“ – „Nein.“ Das Essen schmeckt. Es ist kurz vor 22 Uhr, als ich sage „Ich habe Bauchschmerzen. … Pause … Alle 5-6 Minuten.“ – Der Mann verdreht die Augen. 

Mein Badewasser ist schon in der Wanne (ich hatte einen gemütlichen Abend geplant…). Ich beschließe todesmutig, mich in die Wanne zu legen und stelle nach etwa 15 Min. fest, dass die Idee blöd war. Die Hose drückt, obwohl ich sie gar nicht mehr anhabe… Der Mann fragt, was wir nun machen. Ich lächle: „Wir bekommen ein Kind.“ – Er sagt: „Packen wir die Kinder ein?“ – Ich antworte: „Hm, nein, ich fahre selbst, das ist mir zu anstrengend jetzt.“ – Er schaut, ob die Nachbarn da sind und das Babyphone für 1,5 h nehmen können. ALLE 3 Parteien sind ausgeflogen. Der Mann zieht die Kinder an und packt sie ins Auto. Ich laufe durchs Haus und veratme Wehen.

Im Auto beantworte ich sämtliche Kinderfragen zum Thema Geburt und hänge alle 3-4 Minuten an der Sonnenblende und versuche so zu tun als wäre nichts. Ich sage zum Gatten: „Erinnere mich bitte direkt nach der Geburt daran, dass ich nie wieder ein Kind will. Danke!“ Der Mann sagt: „Das hat noch nie geholfen.“ Um 20 vor Mitternacht sind wir am Klinikum. Die Wehen sind schmerzhaft und fühlen sich seltsam an. An einer Stelle im unteren Bauch brennt und zieht es und tut schrecklich weh. Der Mann verabschiedet sich, drückt mich noch einmal an sich, wünscht mir alles Gute. Ein letzter Kuss. Er fährt nach Hause. Zeitgleich gibt er der Oma Bescheid, die die Kinder übernehmen kann.

Ich gehe zum Kreißsaal. Nach jeder Wehe wird mir schwindelig. Als ich dort ankomme, empfängt mich die Schülerin und fragt, ob alles okay ist. Ich bin nicht sicher und sage, dass sich das alles seltsam anfühlt. Sie schreibt erst einmal ein CTG. Ich lege mich hin. Bei der nächsten Wehe stehe ich wieder, weil Liegen genauso unangenehm ist wie Sitzen. Die Hebamme kommt, stellt sich vor und fragt, ob ich ein Schmerzmittel möchte. Ich erwidere, dass ich unschlüssig bin. Sie meint, dass wir erst einmal nach dem Muttermund schauen. Er ist 4 cm geöffnet. Sie stellt fest, dass das Kind „nicht so schön liegt“. Nach ein paar mehr Wehen, bei denen ich vor Schmerzen heulen möchte, sagt sie, dass sie eine PDA für sinnvoll hält, weil ich zu sehr verkrampfe. Ich zeige ihr die Stelle am Unterbauch, die dauerhaft weh tut, sie untersucht und stellt fest, dass die Kleine bei jeder Wehe an den Knochen stößt und an der Stelle außerdem ein Nerv liegt. Ganz glücklich sieht sie nicht aus. Sie bestellt eine PDA und bietet mir Lachgas an. Ich bekomme die Maske und finde Lachgas ätzend. Mein Hirn fährt Karussell, ich schwanke, der Schmerz ist aber nicht besser als vorher, nur weiter weg. Sie fragt, ob mir schwindelig ist, ich sage, dass das Zeug nichts für mich ist.

Eine halbe Stunde später kommt der Anästhesist. Er klärt mich sicherlich 15 Minuten über Probleme auf, die bei der PDA auftreten können. Ich falle ihm mindestens 6mal ins Wort – 3mal wegen einer Wehe und 3mal, weil für sowas keine Zeit ist und ich gerade sterben muss. Irgendwann fängt er an und die PDA liegt kurz später. Es muss etwa 1 Uhr sein, als er mich nach einer Wehe verzweifelt ansieht und fragt, ob es denn gar nicht besser ist mit dem Schmerz. Ich verneine und möchte ihn auffressen. Irgendwann dazwischen kommt mein Mann – mit Otto, der Oma blöd findet. Er schiebt ihn auf dem Flur im Kinderwagen herum, denn natürlich ist das Kind wach und freut sich über die interessante Situation.

Die Oberärztin kommt zum Ultraschall. Ihr gefällt die Kindslage nicht. Sie überlegt lange, was wir tun sollen und schickt mich zurück zum Anästhesisten, der seinerseits bald weint. Er muss nicht mehr fragen, ob seine PDA nicht wirkt, er sieht es. Wir spielen sicher eine Stunde lang das Spiel „Wir warten jetzt noch einmal 10 Minuten, ob die PDA hilft.“ Sie tut es nicht. Ich fluche, schreie und meckere. Er entschließt sich, die PDA um 1-2 mm zu verrutschen. Wieder spielen wir das „Wir warten 10 Minuten“-Spiel. Ich möchte ihn nun nicht mehr nur auffressen, ich wünschte, wir könnten Plätze tauschen. Er guckt so verlegen, dass ich Mitleid habe – bei der Folgewehe schlägt mein Mitleid in Wut um. Er ruft seine Chefin an. Mittlerweile hänge ich am Lachgas. Der Schmerz ist genauso ätzend wie vorher, aber mein Hirn dreht sich und ich lalle. Die Hebamme ist verzweifelt und untersucht noch einmal. Der Muttermund ist nun bei 5 cm. 1 cm in 3 Stunden. Ich möchte jetzt und hier sterben. Zwischen den Wehen tut mittlerweile alles weh. Kurz vor 3 Uhr kommt der zerknautschte Anästhesist mit seiner Chefin und einem Rudel Pflegekräften zurück. Alle unterhalten sich über die Weihnachtsfeier außer er selbst, der mich mitleidig und entschuldigend ansieht. Eine Viertelstunde später liegt die 2. PDA. Er atmet erleichtert auf als ich frage, wo meine Beine sind.

Die Schmerzen werden schlagartig weniger, meine Laune verbessert sich deutlich. Ich überlege, den Anästhesisten zu knutschen. Wir tauschen Blicke, ich bin verwirrt. Ich frage die Hebamme, ob das Lachgas auch nachwirken kann. Sie sieht mich verwundert an, starrt auf den Monitor des Kreißsaals nebenan und geht. Sie kommt für ein paar Minuten zurück, sprengt die Fruchtblase und geht wieder in den Saal Nummer 2. Kurz später höre ich ein Baby schreien. Die PDA liegt so gut, dass ich zwischenzeitlich immer wieder einschlafe und kaum mehr mitbekomme, dass mein Mann dazukommt. Ich wache auf und stelle fest, dass Schlafen eine saublöde Idee war. Der Schmerz ist wieder da, weil ich im wahrsten Sinne des Wortes verpennt habe, die PDA nachzudosieren. Und nicht nur das, es drückt jetzt auch ordentlich nach unten. Ich rufe die Hebamme und bitte sie zu untersuchen. Nun geht es ganz schnell. Sie stellt meine Beine auf und sagt, ich solle direkt mitpressen. Zeitgleich zückt sie ihr Telefon und ruft die Ärztin. Wir warten auf die nächste Wehe. Ich schiele zur Toilette, sie grinst und sagt „Nein, das ist das Kind“. Die Wehe kommt langsam und lässt mir keine andere Wahl als mitzuschieben. Ich spüre das Köpfchen, der Mann guckt fasziniert. Die Schülerin sitzt vor mir und weint vor Rührung. Die Hexe ist da! Ich blicke zwischen meine Beine und sehe … die Trulla. Ich habe eine Trulla-Kopie zur Welt gebracht!

Sie liegt da, schreit und ist winzigklein. Ich hebe sie hoch und lege sie auf meine Brust. Auch das 6. Kind rührt zu Tränen. Wunder der Geburt. Erlösung. Diese Atmosphäre!

Wir kuscheln gewiss eine halbe Stunde bis sie gemessen und gewogen wird. Sie schreit und findet das blöd. Ich kann es verstehen. Und eigentlich war die Geburt vielleicht doch nicht so schlimm –

 

 

 

13.12.15
41. SSW
40+4
kurz vor 4 Uhr
3.480 g
53 cm

Herzlich willkommen bei uns, kleine Maus!
Vier Tage bist du nun bei uns und es ist, als hätte es die Zeit ohne dich nie gegeben. Wir freuen uns auf die wundervolle Reise mit dir durch das Leben und haben dich schon jetzt ganz fürchterlich lieb!

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Ui, das ging nun aber schnell. Es sind noch +/- 14 Tage bis zur Geburt und unsere Babyschale ist (endlich!) daaaa (CloudQ in Liiiila und mit Liegeposition)! Es kann also looooosgehen!
Nein, nein, die Schale war natürlich nicht das Problem und mit der Geburt darf es ruhig auch noch gerne drei Wochen dauern, aktuell fühle ich mich aber ziemlich gut und fit. Einen Namen haben wir zwar immer noch nicht fest (und nein, „Ida“ geht nicht!), doch das sollte uns bei den vorherigen Geburten auch nicht davon abhalten, das Kind trotzdem zu bekommen. Der Platz im Bauch wird weniger, das Kindchen macht sich weiterhin gut und viel bemerkbar, die Wassereinlagerungen sind ein wenig zurückgegangen oder ich nehme sie nicht mehr als so schlimm wahr, die letzten Babyklamotten sind gekauft oder auf dem Dachboden gefunden, der Wickeltisch steht, die Winterreifen sind aufgezogen, ich bin bereit!

Wie immer wird es – natürlich – nicht vor Termin losgehen (vielleicht schaffen wir ein viertes Mal 40+4?) und mental hadere ich auch noch ein wenig mit der Geburt, trotzdem wird die Natur kein Einsehen haben und mich ein sechstes Mal durch dieses Erlebnis schicken. Hilft alles nicht – irgendwann muss die kleine Hexe da raus.

Ich werde noch ganz gemütlich das Gewinnspiel auslosen, den ein oder anderen Artikel online stellen, ein bisschen an anderen Texten arbeiten und dann wird es erst einmal wieder ruhig(er) hier werden. Weihnachten naht und ich brauche noch gaaaaaaaaaaanz viele Geschenke!

39. SSW
SSW 38+0
14 days to go
– heute mal tiefenentspannt –

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Ich habe zwar vor ein paar Tagen erst ein Update zur Schwangerschaft geschrieben, da ich allerdings letzten Freitag noch bei einer der letzten Vorsorgeuntersuchungen war, mag ich diese noch gerne zusammenfassen. Langsam werde ich ein bisschen panisch (Hilfe, wie soll ich A, B und C noch vor der Geburt schaffen?), denn es sind nur noch drei Wochen bis zum errechneten Entbindungstermin der kleinen Maus.

Zunächst das Positive: Die Kleine wächst und gedeiht ganz prächtig und entspricht von Größe und Gewicht genau der aktuellen Schwangerschaftswoche. Sie strampelt und tritt und strampelt und tritt und sie mag weder das CTG noch wenn ich tagsüber viel sitze. Da macht sie ordentlich Radau und ihrem Unmut durch Tritte und Boxschläge Luft. Sie liebt es dagegen, wenn ich viel laufe und schläft dabei selig (sie wird ein Tragekind, sie wird ein Tragekind!). Ich dagegen bin absolut end-schwanger. Am liebsten würde ich so wenig wie möglich umhergehen, aufstehen, mich drehen, Schuhe anziehen oder Treppen steigen. So schlimm war es in den vorherigen Schwangerschaften nur bei der Trulla, bei der mir die Symphyse starke Probleme machte – entweder das ist ein Mädelsding oder ich werde schlicht alt und gebrechlich.

Die Wassereinlagerungern in den letzten beiden Wochen erzeugten auf der Waage ein Plus von ganzen 4 Kilo in drei Wochen und einen Eintrag in das Hausaufgabenheft den Mutterpass. Ich vermisse die Rillen in meinen Fingern, das Gefühl in meinen Händen und meine Knöchel. Das Wasser steht mir buchstäblich bis zum Hals und ich fühle mich wie ein Gummibärchen, das ein paar Tage in ein Wasserglas gelegt wurde und auf das 300fache Volumen angeschwollen ist. Es ist – wirklich – arg! Mein Frauenarzt sieht es gelassen – ich soll mehr Eiweiß essen und hoffen, dass es bald vorüber ist. Ich rechne ihm an, dass er als Mann keine Ahnung davon hat wie es ist, sich wie ein aufgedunsenes, behäbiges, altes, gebrechliches und wabbeliges Matschgummitier zu fühlen, aber ein bisschen mehr Mitleid als „Das ist schlimm, ich habe es aber schon schlimmer gesehen“ hatte ich mir doch erhofft.

Natürlich (*hust*) haben wir nach wie vor keinen Namen für die Dezemberhexe, immerhin mittlerweile aber zwei Garnituren Babywäsche bereitgelegt für die Fahrt vom Krankenhaus nach Hause. Für die Klinikanmeldung fand ich noch keine Zeit (und werde sie mir sehr wahrscheinlich schenken…), die Babyschale sollte diese Woche noch bei uns ankommen und überhaupt geht mir das jetzt alles viel zu schnell!

37. SSW
36+5
23 days to go
Hilfe, bald ist es so weit!

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Wieso ziehen sich die ersten Wochen einer Schwangerschaft eigentlich wie Kaugummi während die letzten wie im Fluge vergehen?

28 Tage bis zur Geburt. Das sind gerade einmal noch vier Wochenenden. Vier Wochenenden, vier Montage, vier Dienstage, vier Freitage, ein Martinsumzug, Carstens Geburtstag, vielleicht noch Nikolaus. Sollte ich vielleicht doch schnell noch Weihnachts- und Geburtstagsgeschenke für den Besserwisserboy, den Sandwichjungen und den Zwerg kaufen? Just gestern hatte ich einen schlimmen ersten Nestbautriebanfall, ein unbändiges Verlangen danach, Schränke und Kartons auszuräumen, den Papierstapel auszusortieren und das Gefühl, dass es quasi HEUTE NOCH so weit sein kann. Heute? Ich habe doch gar keine Zeit für eine Geburt!
Ich muss noch arbeiten, Texte schreiben, eine Babyschale kaufen (Ehrlich! Aber mittlerweile ist sie immerhin bestellt…), Gespräche wahrnehmen, den Küchenschrank aussortieren, den Wickeltisch abräumen, im Wohnzimmer ein Bett für mich und die kleine Maus aufstellen, einen warmen Overall für das Baby suchen, die restliche Winterkleidung aussortieren und überhaupt bin ich mental noch gar nicht auf eine Geburt eingestellt.

Mein Körper dagegen: Fragt nicht! Wir waren am Wochenende acht Stunden (ACHT! 8!) im Playmobil Funpark und ich wollte gerne schon nach 10 Minuten der Hälfte der Zeit nur noch eines: Mich hinlegen und einschlafen. Die Beine waren schwer, die Füße taten weh, die Hände waren geschwollen und dieser Bauch… ich fühlte mich wie eine 102jährige Oma auf den letzten Metern Richtung Himmelspforte. Die Symphyse verzeiht mir das alles wohl auch nicht so schnell und der Rücken gleich gar nicht. Seit dem Tag jedenfalls vermisse ich meine Knöchel (hat sie einer gesehen?), die Rillen in meinen Fingern (braucht man die?) und diese Knubbel, die normale Menschen am Knie haben (hatte ich auch mal – glaube ich). Solche Wassereinlagerungen wie aktuell hatte ich zuletzt nach der Geburt des Besserwisserboys und ich habe damals panisch nach der Schwester geklingelt, die erklärte, dass SOWAS schonmal passieren kann, wenn sich die Hormone umstellen… Meine Waden spannen beim Hinknien als würden sie jeden Moment platzen, meine Finger sind abwechselnd taub oder tun tierisch weh und ja, ich bin gerade ziemlich jämmerlich. So jämmerlich gar, dass ich freiwillig Stützstrümpfe trage, die allerdings auch kaum helfen…

Nebenbei hat der Zwerg mal wieder eine obstruktive Bronchitis, die Trulla eine Blasenentzündung, der Mann eine Erkältung und ich die Ohren zu. Ich höööööre nichts oder zumindest sehr wenig. Ist manchmal ein Segen (zum Beispiel dann, wenn der Besserwisserboy unvermittelt kreischt) und viel häufiger ein Nervproblem („Bitte? Was hast du gesagt? Hallo? Ich höööööre schlecht! Kannst du das bitte noch dreizehnmal wiederholen, damit ich es auch verstehe?“)

Ihr seht: Es ist alles ganz wunderbar und ich freue mich riesig, diesen Zustand noch VIER WOCHEN zu ertragen! Psyche vs Körper, Körper vs Psyche – es darf endlich vorbei sein, soll aber bitte noch mindestens acht Wochen dauern, damit ich noch alles fertig bekomme.

SSW 36+0
37. Woche
Noch 28 Tage bis zum errechneten Geburtstermin
*Panikmodus*

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Ganz schön ruhig war es auf dem Blog in den letzten Tagen. Wir waren alle krank und sind es zum Teil auch noch (oder schon wieder…). Trotzdem möchte ich ein kurzes Update zur kleinen Dezemberhexe schreiben.

Ich bin schon in der 34. SSW, es sind (nur!) noch rund sechs Wochen bis zur Geburt. Am Freitag war die erste Vorsorgeuntersuchung mit CTG und beim Babymädchen ist zum Glück alles in bester Ordnung. Die Kleine wächst und entwickelt sich zeitgerecht, Durchblutung und Plazenta sind perfekt und die Maus hat sich mittlerweile in Schädellage begeben. Sie tritt ordentlich (auch jetzt im Moment!) und hat regelmäßig Schluckauf. Mir selbst geht es relativ gut – ich plage mich allerdings mit Symphysenschmerzen, Sodbrennen, Kopfschmerzen (seit Wochen!) und ein paar anderen kleinen Wehwehchen herum. Es könnt allerdings viel schlimmer sein, deshalb mag ich gar nicht so viel jammern. Der Wickeltisch steht (wieder), die Babykleidung ist größtenteils einsortiert und das Beistellbettchen wartet auf seinen ersten Einsatz. Im November werde ich mich noch in der Klinik vorstellen und ganz vielleicht finden wir auch noch vor der Geburt einen Namen für Fräulein Rosa.

Mittlerweile fragen auch die Kinder vermehrt und stellen sich mental auf die Ankunft ihrer kleinen Schwester ein. Die Trulla nimmt ihre Puppe („Meine kleine Schwester Notti!!!“) mit ins Bett, der Sandwichjunge liebt es, meinen Bauch abzutasten („Cooool, sie hat getreten!“) und der Zwerg hält sein kleines Ohr regelmäßig an meinen Bauchnabel und flüstert ein zuckersüßes „Hallo Baby!“ Allein der Große ist wenig begeistert, was aber eher am Geschlecht seines Geschwisterchens liegt als an der Tatsache, dass… Mit fast 7 Jahren werden Rosa, Lila und Mädchen – ganz besonders die eigene Schwester – zunehmend doof und dass es bald noch so ein „blödes Mädchen“ geben soll, erfreut ihn wenig. Nach außen hin jedenfalls – denn manchmal, in seinen schwachen Minuten, wenn der Besserwisserboy wieder zum kleinen Jungen mutiert, der er schon lange nicht mehr sein mag, fragt er doch ganz interessiert, wie das so ist mit dem Baby und was da wohl auf uns zukommen wird.

Und so harren wir der Dinge, die da kommen mögen und genießen die Schwangerschaft – zwar nebenbei, aber mit nicht weniger Faszination als bei den großen Geschwistern. Und auch beim sechsten Kind kann ich mir noch nicht so recht vorstellen, dass das, was sich so unregelmäßig in meinem Bauch bewegt, ein echtes Baby ist, mit dem wir schon bald kuscheln können. Kurios, oder?

34. SSW
33 und 4 Tage schwanger
45 days to go

Wir sind ein bisschen aufgeregt!

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