Während die einen zu dem Schluss kommen, dass ein Babyzimmer an sich unnötig ist, weil das Kind entweder ohnehin die ersten 1-2 Jahre bei den Eltern nächtigt oder weil es auch als Baby schon in einem richtigen Kinderzimmer schlafen kann und keine gesonderten Babymöbel braucht, befinden sich die anderen im totalen Babyfieber und kaufen so ziemlich alles an Möbeln und Utensilien, die ein Baby in den nächsten 18 Monaten brauchen könnte.
Wir waren bei den letzten drei Kindern ganz gut mit einer Mischung aus beiden Varianten ausgekommen heißt wir hatten zwar Gitterbett(en) und Wickelkommode, aber nie ein richtiges Babyzimmer gekauft. Allerdings steht mittlerweile ein nagelneues Babyzimmer im Keller und wartet darauf aufgebaut zu werden und dadurch rutsche auch ich gerade in diese „Baby-oh-wie-süß-und-niedlich“-Nestbauphase und plane den Raum in Gedanken von vorne bis hinten durch. Heißt diesen Raum, von dem ich euch seit Wochen erzähle, dass er endlich entrümpelt werden muss, der es aber nach wie vor erst zur Hälfte ist.

Aktion „Perfektes Babyzimmer“

Unsere aktuellen Kinderzimmer sind alles andere als perfekt in meinen Augen, die Kinder lieben sie allerdings dennoch. Das schöne aber an so einem Babyzimmer ist, dass man sich daran total ausleben kann. Ob Glitzer, rosa, pink, ob Motto oder ohne Motto, ob Bärchen oder Plüsch, Mama darf bestellen und kaufen, was sie mag, weil das Baby sich ohnehin nicht wehren kann. Bei unseren Jungs wird das täglich schwieriger, weil sie sehr genau wissen, was sie haben möchten und was nicht. Wo heute noch die Bagger-Bettwäsche in war, ist es morgen die Bettwäsche mit den Eulen und muss es übermorgen die gestreifte sein.
Babys sind da sehr viel pflegeleichter, sie schreien und beschweren sich höchstens bei Bauchweh oder Hunger, nicht aber, wenn Mama es übertrieben hat und das Zimmer plötzlich ein Albtraum aus rosa Glitzerfirlefanz oder Cars ist, wo Cars doch schon seit Monaten out ist. Mama kauft’s, das Baby freut’s, so einfach ist das. Und ich weiß auch schon genau, was Mama kaufen wird.

Dekoration im Babyzimmer

1. Mama kauft einen neuen Teppich für das Babyzimmer:
Ihr müsst wissen, dass unser Babyzimmer nicht erst seit gestern entrümpelt und eingerichtet sein will, sondern eigentlich schon seit fast einem Jahr. Deshalb und weil wir damals nicht wussten, dass wir zum einen so schnell weiteren Nachwuchs bekommen würden und zum anderen obendrein einen weiteren Jungen, war ich so klug, einen Mädchenteppich für das Zimmer zu kaufen. Der sieht so aus

Teppich mit Schmetterlingen und Blumen

und ich mag ihn eigentlich gut leiden – wäre da nicht dieser winzig kleine Punkt, dass unser Baby ein Junge ist… Natürlich wird der Sohn nicht widersprechen, aber ich glaube, das wollen wir ihm nicht unbedingt zumuten.

2. Mama kauft ein Wandtattoo – oder zwei oder drei
Es gibt nichts langweiligeres als kahle Wände in Baby- oder Kinderzimmern. Und auch nichts schlimmeres als Bärchen (sorry an die Bärchenfraktion). Richtig schöne, liebevoll gestaltete und illustrierte Wandmotive für das Kinderzimmer gibt es beispielsweise hier: http://www.wandmotive.de/Kaufen/Wandtattoos/Kinder-Reich/. Das tolle an den Tattoos ist, dass sie eben nicht auf ein Babyzimmer ausgerichtet sind, sondern man sie deutlich länger sehen kann als 2-3 Jahre. Die Motive sind zeitlos, hübsch und passen ebenso in ein Babyzimmer wie in ein Zimmer für Kleinkinder und Schulkinder. Ich schätze, wir kaufen entweder die Flotte, etwas mit Rittern oder die Feuerwehr (die der mittlere Sohn dann sicherlich auch haben wollen wird).

3. Mama kauft eine kindgerechte Lampe

Wolkenlampe von IKEA

In unserem derzeitigen Kinderzimmer und auch im Spielzimmer haben wir superschöne Lampen für Kinder. Gerade dann, wenn die Zimmer sonst relativ leer und steril sind, sind Lampen ein tolles Highlight für den Raum. Unsere Babyzimmermöbel sind weiß, so dass die Lampe gerne farbenfroh sein darf. Ich muss erst sehen, wo wir die Lampe kaufen werden, denke aber, dass wir sicherlich (wieder) bei IKEA fündig werden.

4. Papa schiebt Mama einen Riegel vor
Und wenn ich all das gekauft habe, bekomme ich vermutlich nicht nur Kreditkartenverbot, sondern werde außerdem gefragt, ob es das alles wirklich braucht. Und ja, natürlich braucht es das. Wenn man schon ein Babyzimmer hat, soll das schließlich auch schön sein. Dazu gehören auch noch Bettwäsche (in einem Maß, das man spätestens nach 6 Monaten nicht mehr braucht, weil die Kinder schon zu groß sind), ein Nachtlicht, hübsche Vorhänge und natürlich ganz viel neue Kleidung, weil man die meisten Teile kein drittes oder gar viertes Mal mehr an einem Kind sehen mag.

Und all das wofür? Dafür, dass man in 1-3 Jahren beim Umzug vom Baby- ins Kinderzimmer ganz wehmütig im Zimmer stehen kann, tief seufzen und der Babyzeit nachtrauern kann. Sie werden wirklich zu schnell groß. Aber bis dahin werde ich ihn ausleben, den Nestbautrieb und mich durch Kataloge und Seiten im Netz wühlen. Nur das beste für das Kind – von Beginn an. Ich freue mich!

Wer von euch war auch dem Nestbautrieb verfallen?