Trocken werden und Töpfchentraining – heiße Themen, nicht nur in Foren, sondern auch im privaten Umfeld: „ist dein Kind schon trocken?“, „also du warst ja schon mit 10 Monaten trocken“ bis hin zu „das ist aber nicht normal, dass er mit 1,5 Jahren noch eine Windel braucht, also das Kind der Nichte der Schwester der Bekannten von XY…“, haben wir alles schon gehört.

trocken werden Windelstapel

In welchem Alter sollten Kinder überhaupt trocken sein?
Wer auf dem neusten (modernen) Stand in Sachen Kindesentwicklung ist, der weiß, dass Trockenwerden ein Prozess ist, der lange andauern kann. Gemeinhin sagt man heutzutage, dass der Körper eines Kindes das Gefühl für eine volle Blase und vor allen Dingen die Kontrolle über die Ausscheidungen erst etwa mit Beginn des 3. Lebensjahres erlangt. Ja, gemeinhin, manche Kinder sind früher trocken, andere zu diesem Zeitpunkt noch lange nicht.


Was bedeutet das überhaupt: Trockensein?
Für mich bedeutet Trockensein – und das ist bewusst keine Verallgemeinerung – dass ein Kind nicht nur dann zur Toilette geht, wenn man es schickt, sondern zum einen von sich aus anzeigt, dass es muss und zum anderen auch kurze Zeit einhalten kann. Das betrifft den Zustand tagsüber. Nachts benötigen viele Kinder noch lange nach dem 3. oder 4. Lebensjahr eine Windel.
Nicht trocken ist für mich ein Kind, das alle 20 Minuten auf ein Töpfchen gesetzt wird (Stichwort „Töpfchentraining“), – egal ob es muss oder nicht. Das wird heute kaum noch praktiziert, erklärt aber, warum früher Kinder im Schnitt deutlich früher „trocken“ waren als heutzutage (neben der Tatsache, dass Stoffwindeln, das Waschen und Trocknen selbiger und die Handhabung früher sehr viel Zeit und auch Kosten verursachten).
In den allerwenigsten Fällen stecken ernsthafte Probleme dahinter, wenn ein Kind mit 3 Jahren noch nicht zuverlässig trocken ist. Hier liegt oft in der Ruhe die Kraft.

Der Kiddy My Carry Potty:
Eine ganz schwierige Phase innerhalb des Prozesses bis zum Trockenwerden ist die Phase, in der Kinder zwar ansagen, dass sie müssen, aber noch nicht einhalten können. Man steht bei Aldi an der Kasse, vorzugsweise 14 Einkaufswagen vor einem, die Kassiererin füllt in aller Ruhe die Rolle für die Kassenzettel nach und das Kind spricht: „Mama, ich muss Pipi, JETZT!“. Und weit und breit keine Toilette. Oder auf Reisen: man hält am Rastplatz und stellt fest, dass man genau zwei Möglichkeiten hat: entweder man nimmt das Kind mit in die – seit 2 Wochen nicht mehr gereinigte – öffentliche Toilette oder man geht ins Gebüsch – ginge, denn das Kind besteht auf seinen eigenen Topf! Und nur den! Oder ihr steht im Zug und euer Kind bekommt Panik vor dem Klomonster. Glaubt ihr nicht? Schafft euch einen 2jährigen an, der wird euch das glauben lassen.
Die erste Situation wird schwierig zu lösen sein, für alle anderen aber gibt es eine Lösung: den Kiddy My Carry Potty, einen Topf zum Mitnehmen.

Campingtöpfchen windelfrei Übergangsphase

Zunächst leicht irritiert ob der Anfrage (wofür braucht man das denn?) habe ich einem Test zugestimmt, so dass das Töpfchen bei uns einzog. Dazu sagen muss ich, dass die Jungs bislang sämtliche Töpfchen gemieden haben und die Toilette mit Sitz einem Töpfchen vorziehen.
Der Kiddy My Carry Potty ist ein Töpfchen, das von einer 3fachen Mutter entwickelt wurde, die Situationen wie die obige leid war. Es ist dafür gedacht, das Töpfchen und auch den Inhalt im Zweifelsfall mitnehmen zu können (wie beispielweise am Strand oder Spielplatz).

Töpfchen Trocken werden
Der Carry Potty sieht aus wie ein kleiner Koffer, ist farbenfroh in rot, gelb und blau gehalten und hat einen Henkel, so dass er gut getragen werden kann. Unser mittlerer liebt es ihn herumzutragen („in Urlaub fahren mit Koffer!“). Das Töpfchen ist schön leicht, dabei aber robust und hat dicke Wände.
Es ist – bewusst – schwer zu öffnen und auch zu schließen. Im Inneren befindet sich eine Gummidichtung, die dafür sorgt, dass es ordentlich abdichtet. Da die Jungs auch diesem Töpfchen nichts abgewinnen konnten, haben wir den Topf ohne Kind getestet. Die Schüttelprobe (Wasser rein, schließen und vom mittleren herumtragen lassen) hat es problemlos überstanden, es besteht keine Auslaufgefahr, das Töpfchen bleibt dicht.

Campingtoilette für Kinder
Im Einsatz heißt aufgeklappt sieht das Töpfchen so aus. Wie ihr seht, ist das Töpfchen relativ klein und handlich – anhand der Sitzprobe durch unsere Jungs würde ich sagen, dass es eher für kleinere Kinder im Alter von etwa 2 Jahren geeignet ist.

KindertöpfchenInsgesamt ist das Töpfchen für Notfälle (auf Reisen o. ä.) gut geeignet. Zuhause kann man es wie ein ganz normales Töpfchen benutzen, so dass sich die Kinder unterwegs nicht umstellen müssen. Da sich unsere Jungs damit nicht anfreunden können, bleiben Erfahrungswerte an der Stelle leider aus – qualitativ ist es auf jeden Fall gut, es ist auslaufsicher (und damit hygienisch) und robust. Der Vollständigkeit halber sei gesagt, dass es nach EN 71-3 geprüft ist.

Ein Video zum Töpfchen könnt ihr euch hier ansehen: Video My Carry Potty. Mehr Informationen dazu findet ihr hier: Kiddy My Carry Potty.

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