Über die Jahre hinweg hat sich unsere Familie kontinuerlich vergrößert. Waren wir 2008 noch zu zweit, sind wir seit 2012 zu sechst. 
Dabei begegneten uns diverse Platz- und Organisationsprobleme wie z. B. die Tatsache, dass unsere Wohnung langsam zu klein wird und noch viel schlimmer, dass die Kapazität unserer Autos immer kleiner wurde. Die Frage, wie wir drei oder gar vier Kindersitze in ein Auto bekommen, stellten wir uns eine ganze Weile, heute haben wir das Problem nicht mehr, denn in unserem Auto finden sogar vier Sitze, davon drei Kindersitze nebeneinander Platz (und theoretisch würden wir auch noch 2-3 weitere Sitze oder Kinder unterbringen).

Kleinwagen, größerer Kleinwagen, 7-Sitzer, Kleinbus – eine Geschichte

1. VW Polo – ein Kind – Maxi-Cosi Babyschale
Wer hätte sich das Anfang 2009 einmal träumen lassen? Damals, wenige Tage nach der Geburt unseres Besserwisserboys: Wir wollten vom Krankenhaus nach Hause fahren, als wir merkten, dass unser etwas in die Jahre gekommener VW Polo bereits mit einer Babyschale leicht überfordert war. Wir konnten unseren Kindersitz zwar auf den Rücksitz stellen, aber den Gurt nicht schließen. Übergangsweise tauschten Mama und Baby die Plätze und unser kleines Baby fuhr daraufhin auf dem Vordersitz.
Als Übergangslösung war das verkraftbar, wenige Zeit später aber, kurz nachdem wir wussten, dass Kerstin wieder schwanger war, musste ein größeres Auto her. Wie der Zufall es wollte, verkaufte gerade ein Bekannter einen alten Ford Escort. 

2. Ford Escort – zwei Kinder – Maxi-Cosi Babyschale und HTS Besafe izi Combi X2
später: HTS Besafe izi Combi X2 und HTS Besafe izi Combi X3
Endlich passte unser Maxi Cosi auf die Rückbank. Und nicht nur das, auch unser erster Reboarder (rückwärtsgerichtet in den Klassen I und II) passte wunderbar in den Escort. Später als unser Zweitgeborener ebenso auf einen Reboarder umstieg, passten auf die Rückbank auch beide Reboarder nebeneinander. Das war durchaus komfortabel – Nachteil daran war lediglich, dass der hintere mittlere Sitz kaum noch benutzbar war – weder für eine Person noch für das Baby, das sich kurz darauf ankündigen sollte.
Und so begannen wir uns nicht nur über Geschlecht, Namen, Lebensumstände und vieles andere Gedanken zu machen, sondern wir dachten auch gleich über unser Auto nach. Unter keinen Umständen hätte neben oder zwischen die beiden Reboarder auch noch eine Babyschale gepasst. Die Suche nach einem neuen Auto begann erneut.

3. Citroen C8 – drei Kinder – Maxi-Cosi Babyschale, HTS Besafe izi Combi X2 UND HTS Besafe izi Combi X3;
später: HTS Besafe izi Combi X2 UND HTS Besafe izi Combi X3, Cybex Sirona:
Unsere neues Auto sollte in der Lage sein, drei Kindersitzen nebeneinander Platz zu bieten, im besten Fall drei Reboardern. Sehr schnell wurde klar, dass wir mit „normalen“ Limousinen nicht weiterkamen, sondern dass mindestens ein Mini-Van her musste.
Und so fuhr ich innerhalb kurzer Zeit fast jedes Autohaus und jeden Fähnchenhändler in Nürnberg ab, um zu sehen, welche Autos in unser Beuteschema passen würden und war überrascht, wie wenige es waren. Denn das Problem bei 3 Kindersitzen im Auto ist nicht ausschließlich die Möglichkeit des Einbaus, sondern auch die Praktikabilität. Denn was bringen die Sitze nebeneinander, wenn ich ein Kind durch den Kofferraum in seinen Sitz setzen muss?

Durch Zufall stießen wir auf einen Citroen C8. Der Termin drei Kindersitze nebeneinandervor Ort war vielversprechend. Der mitgebrachte Reboarder passte wunderbar auf jeden der drei Einzelsitze in der 2. Reihe und berührte dennoch nicht den Nachbarsitz. Beste Voraussetzungen für 3 Kindersitze bzw. Reboarder in der 2. Reihe. Nach dem Kauf baute ich die beiden HTS Reboarder in die 2. Reihe und freute mich darüber, wie einfach das wegen des größeren Platzangebotes ging. Die beiden rückwärtsgerichteten Sitze kamen auf den Mittel- und einen Außensitz, damit später die kleine Prinzessin in ihrer Babyschale ebenfalls auf dem Rücksitz Platz finden konnte. Soweit die Theorie, die Praxis sah meistens so aus, dass die Babyschale auf dem Beifahrersitz, natürlich mit deaktiviertem Airbag, stand und Kerstin sich zu den Jungs setzte. 

Der C8 war ein schönes Auto, sehr geräumig mit viel Platz im Kofferraum, in den man noch zwei weitere Sitze bauen konnte. So konnten wir z.B. alle zusammen mit der Oma ins Schwimmbad fahren. Leider waren diese Zusatzsitze für unsere Reboarder ungeeignet, da zum vorderen Sitz zu wenig Platz war. Außerdem hätte bei voller Besetzung jemand durch den Kofferraum in den Sitz klettern müssen. Daher bauten wir im Oktober den Reboarder der kleinen Prinzessin neben die beiden anderen in die 2. Reihe. Ihr Sitz, der Cybex Sirona, passte perfekt neben die beiden anderen und war dank ISOFIX innerhalb weniger Minuten eingebaut. Und wieder war alles gut, bis sich Kind Nummer 4 ankündigte. 

4. Citroen Jumper – vier Kinder – HTS Besafe izi sleep, HTS Besafe izi Combi X2, HTS izi Combi X3, Axkid Kidzone (aber kein Cybex Sirona mehr)
Der kleine Zwergenkönig hatte keine Ahnung, in welche Schwierigkeiten er uns bringen würde. Die Suche nach einem Auto, in das drei Kindersitze passen, war schon schwierig, aber versucht das gleiche Spiel einmal mit vier Kindersitzen. Die Suche konntet ihr ja fast live hier im Blog verfolgen. Es war jedenfalls anstrengend, aber zugegebenermaßen nicht ganz so sehr wie damals, da wird dieses Mal wussten worauf es ankommt und die Suche nach Autos mit mehr als fünf Sitzplätzen sich deutlich einfacher gestaltet. Am Ende blieb nur ein Kleinbus und der ist es in diesem Fall auch geworden, ein Citroen Jumper. Dieser bietet genug Platz für uns alle und hat dazu noch einen riesigen Kofferraum. Nie wieder würden wir den Bus gegen ein anderes Auto tauschen.

Kosten im Vergleich – Versicherung und Steuer
Autos kosten Geld. Und das nicht nur in der Anschaffung, sondern vor allem auch im laufenden Betrieb. KFZ-Steuer und Versicherungsbeiträge sind von Auto zu Auto unterschiedlich. Während man bei der Steuer wenig Variationsmöglichkeiten hat, lohnt es sich bei der Versicherung immer, die Preise zu vergleichen. Hierbei können Versicherungsportale im Internet eine große Hilfe sein.

Steuer:
Auch hausinternes Vergleichen ist interessant. So ist immer wieder erschreckend, wie groß der Steuerunterschied zwischen Benziner und Diesel ist. Unser Escort als Benziner kostete etwa ein Drittel von dem, was der Citroen C8 bzw. der Jumper kosten bzw. gekostet haben. Noch überraschender ist, dass der große Jumper knapp 15 € günstiger ist als sein kleinerer Vorgänger.

Kfz-Versicherung:
Bei den Versicherungspreisen ist der Unterschied deutlich. Der VW Polo kostete damals 63 € im Jahr inkl. KFZ-Schutzbrief, der Escort dagegen mit 221 € fast das 4-fache, ohne Schutzbrief und ohne Kaskoversicherung. Der C8 schlug mit 223 € zu Buche, allerdings inkl. Teilkasko. Am schlimmsten hat es uns bei der Versicherung allerdings beim Jumper erwischt. Aktuell bezahlen wir 353 € inkl. Teilkasko und das ohne Schutzbrief. Große Familie, großes Auto, hohe Kosten.
Laut dem Rechner von versicherungsrechnerkfz.de kostet unserer Versicherung zwischen 330 € und 698 € pro Jahr. Wir haben insofern einen recht günstigen Versicherer erwischt (die Preise sollte man dennoch mindestens einmal jährlich prüfen!). Wer nicht Mitglied eines Automobilclubs ist, sollte auf jeden Fall einen KFZ Schutzbrief abschließen, dies bewahrt vor unnötigen Kosten bei Pannen oder ähnlichem.

Grundsätzlich sind wir trotz der höheren Kosten jedoch sehr zufrieden mit dem Jumper, der viel Platz bietet und in dem wir sehr leicht die Kindersitze unterbringen. Und tatsächlich wäre die Geschichte deutlich kürzer ausgefallen, wenn wir uns bereits 2009 ein großes Auto gekauft hätten. Dass sich ein Kinderwunsch oder eine Familie jedoch nicht so leicht planen lassen, durften wir gleich mehrmals im Leben feststellen. Mit dem Jumper und seinen 9 Sitzen sind wir jetzt jedenfalls bestens gerüstet für Urlaube, Großeinkäufe und auch eventuelle weitere Kinder…