Hier hatte ich von unseren sehr leidvollen und anstrengenden Stillerfahrungen der letzten Wochen erzählt. Der Zwergenkönig und ich, wir haben hart gekämpft, um unsere Stillbeziehung aufrecht zu erhalten. Die Brustschreiphase war eine ganz schreckliche Zeit, in der wir beide oft unzufrieden waren. Das war nicht immer leicht – weder für ihn, der in den letzten Wochen lernen musste, dass die Brust nicht ihm gehört, noch für mich bzw. für uns, die wir ihn durch eine schwierige Zeit begleitet haben.
Mit viel viel Geduld und starken Nerven haben wir wieder zueinander gefunden und es ist ganz wundervoll, dass der Kleine seit 2-3 Tagen wieder ganz normal trinkt ohne zu schreien, ohne sich durchzustrecken und ohne Tränen. Er ist wie ausgewechselt, lacht und gluckst ganz viel, schläft ruhig und lang (8,5 Stunden waren es vorgestern!) und er beginnt zu greifen. Ganz angestrengt und konzentriert bewegt er seine kleinen niedlichen Fingerchen zu Gegenständen, zu meiner Hand, zu Papas Hand und zu seinem Greifling oder untersucht mit seiner eigenen kleinen Hand die andere. Er beobachtet seine Umgebung ganz genau, reagiert auf Ansprache, liebt es, wenn der Sandwichbub Grimassen schneidet und sieht ganz gelassen zu, wenn um ihn herum das Leben tobt und die große Schwester Bausteine aneinanderklopft. Und er ist ein ganz geduldiger Zuhörer, wenn der Besserwisserboy ihm Geschichten vorliest.

Alles wie vorher – nur mit dem Unterschied, dass wir gestärkt aus unserer ersten und hoffentlich letzten Stillkrise hervorgegangen sind.