Zu siebt im Playmobil Funpark

Mittlerweile bin ich schon ziiiemlich schwanger und was bietet sich in einem so fortgeschrittenen Stadium einer Schwangerschaft kurz vor der Geburt mehr an als ein kompletter Tag auf den Beinen in einem Freizeitpark? Ja, richtig, quasi alles – trotzdem wollte ich es mir nicht nehmen lassen, der Einladung des Hotel Knorz nach Zirndorf zu folgen, denn es standen nicht nur eine Übernachtung im Hotel inklusive Frühstück, sondern auch ein aufregender Tag im Playmobil Funpark auf dem Plan und dahin wollten unsere drei Großen schon sehr lange. Dazu kam, dass der Funpark just am letzten Wochenende das Ende der Sommersaison feierte und deshalb am Abend ein Lichterzug für die Kinder organisiert wurde. Ein Grund mehr, die Koffer bzw. zwei große Taschen zu packen und loszufahren. Von uns aus sind wir in knapp einer Stunde in Fürth und das klappte auch gut. Wir kamen am späten Nachmittag am Hotel in Zirndorf an und waren schon gespannt, was uns dort erwarten würde.

Übernachten im Hotel Knorz in Zirndorf

Parkplätze vor und am Haus fanden sich einige, so dass wir auch mit unserem „kleinen“ Bus gut parken konnten. Das Hotel Knorz liegt nahe der Fußgängerzone und nur fünf (Auto)Minuten vom Playmobil Funpark entfernt. Den ersten Eindruck fanden wir so nett, dass wir völlig vergessen haben, ein Foto zu knipsen, weswegen wir das nun leider auch nicht zeigen können… Aber: Viel genialer als die Außenansicht ist sowieso das Foyer des Hotels, denn dort konnten sich die Kinder am Playmobil-Spieltisch direkt auf unseren Ausflug in den Funpark einstimmen:

Spieltisch im Hotelfoyer

Ehe wir uns versahen, sammelten sie sich zu fünft vor dem Tisch und waren kaum mehr davon wegzubekommen. Em Ende half nur der Hinweis des Hotelbesitzers, dass wir einzelne Spiele aus der richtig richtig großen Spielesammlung auch gerne mit in unser Appartment nehmen dürfen.

Unser Appartment

Auf unsere Unterkunft waren wir schon sehr gespannt, denn – seien wir ehrlich – so ganz üblich ist das nicht, dass Hotels überhaupt über große Zimmer / Räume oder Appartments verfügen, in denen auch mehr als 4-5 Personen Platz finden. Für uns ging es nun zwei Stockwerke nach oben und dort erwarteten uns zwei hübsche große Zimmer (einmal mit Doppelbett nur für uns – ein zweites mit je zwei Etagenbetten und einem nett hergerichteten Zustellbett für den Kleinsten). Daneben gab es nicht nur zwei Toiletten (juhu!) und zwei Fernseher (wow!), sondern auch eine tolle Badewanne, die wir allerdings leider nicht nutzen konnten – aber mehr dazu später. Hier könnt ihr erst einmal sehen, wie wir untergebracht waren:

Die Kinder fühlten sich sofort heimisch, holten zwei Spiele im Foyer und spielten erst einmal. Aufgrund der fortgeschrittenen Stunde gingen wir kurz darauf schon zum Essen (Restaurants finden sich direkt gegenüber oder ein paar Meter weiter die Straße hoch) und kamen kurz vor 20 Uhr wieder ins Hotel zurück. Leider waren die Kinder allesamt ziemlich aufgeregt (andere Betten, andere Zimmer, wärmer als zuhause etc.), so dass sich das Einschlafen bis fast 22 Uhr zog – dann aber hatten Papa und Mama tatsächlich ein Bett und die Badewanne für sich und die Bande schlief selig. Was nach kuscheliger Paaratmosphäre klingt, endete keine halbe Stunde später und leider auch ohne Wanne, weil der Zwerg und die Trulla zeitgleich wieder aufwachten – der eine schlimm hustend, die andere mit hohem Fieber und weinend. Und um es abzukürzen: Sie waren gut 2,5 h wach, keuchten und jammerten und wir überlegten eine ganze Weile, ob wir am kommenden Morgen nicht doch wieder nach Hause fahren. *seufz*

Kurz nach 6 Uhr war die Nacht vorbei – die Trulla glühte immer noch, der Zwergenkönig hustete und der Rest hatte Hunger. So fanden wir uns als erste im Frühstückssaal wieder, wo wir nicht nur die schnellsten waren, sondern auch den größten, sehr hübsch dekorierten Tisch nutzen durften. Das Hotel Knorz bietet ein riesiges und sehr leckeres Frühstücksangebot und wir probierten uns nicht nur durch Brötchen, Brot, Laugenbrezeln und Müsli, sondern freuten uns außerdem darüber, dass wir superfreundlich bedient wurden. Für uns gab es einen – dringend nötigen – Kaffee, für die Kids Kakao. Carsten freute sich über ein laktosefreies Frühstück und der Kleinste über Obst und Hörnchen. Wir zeigen einfach ein paar Bilder:

Gesättigt hatten wir nun noch genug Zeit, unser Appartment zu räumen und auch den Außenbereich zu besichtigen. Carsten und ich waren die Nacht vorher schon kurz im Dunkeln dort, wurden allerdungs schnell von den Stimmen im Babyphone wieder ins Hotel gelotst. So oder so: Hinter dem Hotel, von dem ihr nun wenigstens noch die Rückansicht zu sehen bekommt, gibt es einen tollen, gemütlichen Garten mit Sandkasten, Fahrzeugen und Sandspielsachen:

Hotel Knorz Zirndorf Garten außen

Kurzum: Das Hotel Knorz ist ganz wunderbar geeignet für Familien mit Kindern und bestens auf uns und euch eingestellt. Das liegt allerdings nicht nur an den Zimmern, dem reichhaltigen Frühstück und dem Garten, sondern hauptsächlich an den netten Besitzern, die selbst zwei kleine Kinder haben und so auch wissen, wie die Kleinsten glücklich zu machen sind.

Wer in den kommenden Wochen, Monaten oder Jahren den Playmobil Funpark besuchen mag, findet dort eine tolle Unterkunft für die komplette Familie und ist sicher ebenso glücklich wie wir. Wir möchten uns jedenfalls ganz herzlich für die nette Einladung bedanken und empfehlen das Hotel gerne weiter. Noch im November könnt ihr übrigens Geld sparen und das Playmobil-Pauschalangebot nutzen!

Der Playmobil Funpark

Einlass Playmobilpark

Da wir uns bzw. den gesunden Kindern die Freude nicht vermiesen wollten, trennten wir uns morgens. Carsten ging mit den drei Kleinsten zum Bereitschaftsarzt (natürlich war Sonntag und auch Nummer 5 hustete mittlerweile…), ich mit den beiden großen Jungs schon einmal voraus in den Funpark. Wie sich später herausstellen sollte, stand der Zwerg wieder einmal kurz vor der Lungenentzündung, der Kleinste hatte zum Glück „nur“ eine Entzündung der oberen Atemwege und die Trulla eine ziemlich heftige Blasenentzündung…

Der Park öffnete um 10 Uhr und wir sahen uns erst einmal ein wenig um. Direkt am Eingang beginnt ein Indoorbereich, wo die Kinder nach Lust und Laune mit „normalem“ Playmobil spielen können. Schön ist, dass es dort auch eine große Spielecke mit Playmobil 1-2-3 gibt, in der auch unser Kleinster später seinen Spaß hatte. Außerdem können die Kinder dort auch Züge und Waggons ausleihen und diese auf vorbereiteten Strecken fahren lassen. Das ist toll gemacht und ich kann mir gut vorstellen, dass der Funpark auch im Winter, wenn der Außenbereich geschlossen ist, ein tolles Erlebnis für den Nachwuchs ist.
Magische Anziehungskraft hatte allerdings – für alle Kinder – die Baustelle. Der Themenbereich ist total genial. Dort können die Kleinen nach Herzenlust schaufeln, Bagger mit großen (Plastik)steinen beladen und am äh Rad drehen:

Plastiksteine auf der Baustelle

Hier hielten wir uns sicher eine halbe Stunde auf bis wir loszogen zu einem Marsch, den mir mein Rücken und meine Füße auch eine Woche später noch nicht verziehen haben.

Bevor ich euch weitere Bilder zeige, möchte ich euch allerdings erst einmal warnen: Nehmt – wann auch immer ihr in den Funpark fahrt – mindestens 3-4mal Wechselsachen für die Kinder mit! Überall – und ich meine wirklich ÜBERALL – gibt es Wasserspielplätze und andere Attraktionen, die von Wasser gesäumt und umgeben sind. Wir hatten zwar das Glück, dass wir fast 20 Grad (Anfang November!) genießen konnten, allerdings musste ich die Kinder am Ende tatsächlich vom Wasser fernhalten, weil unsere 2,5 Sätze Wechselkleidung komplett verbraucht waren (!).

Der Playmobil Funpark ist übrigens kein Erlebnispark wie man ihn sich vielleicht vorstellt: Es gibt keine Achterbahnen oder Fahrgeschäfte wie in Geiselwind oder im Legoland, stattdessen warten zahlreiche Themenbereiche mit Spielplätzen (mit Wasser…), Klettergerüsten, Spiegelkabinetts, Spielstationen und riesigen Playmobilfiguren und -tieren auf euch. Der Park ist mit viel Liebe zum Detail gestaltet und sehr sehr schön – uns allen hat er super gefallen!

Nun kann ich nicht mehr so genau sagen, wo wir wann waren, ich weiß aber noch, dass Carsten kurz nach 12 Uhr nachkam und ich bzw. wir bis dahin schon den halben Park gesehen hatten. Nicht dass wir uns irgendwo lange aufgehalten hätten, vielmehr rannten die Kinder von A nach B und von B nach C und die alte, schwangere Frau keuchend hinterher. Berg hoch, Berg runter, über Wasser, neben Wasser, in Wasser. Auf dem Schiff, auf der Brücke, neben dem Wasserpilz. Es war toll, weil ereignisreich, aber es war auch anstrengend!

Mittags suchten wir uns in der riesigen Halle (HOB) einen Platz zum Essen. Und das muss ich an der Stelle wirklich einmal loben, denn es gab neben den üblichen Fastfood-Geschichten tatsächlich auch leckere, bodenständige Menüs, tolle Salate und für die Kinder freilich trotzdem Pommes (und Nuggets und eine Spielfigur dazu…). Die Preise waren durchaus in Ordnung und gestärkt konnten wir danach den Rest des Parks erkunden. Da gab es übrigens ähm Wasser und noch mehr Wasser und Wasser. Ich zeige euch gerne auch hier Bilder:

Kurzum: Der Tag im Playmobil Funpark war genial. Die Augen der Kinder leuchteten, sie strahlten um die Wette und der Zwerg vergaß zwischenzeitlich beinahe wie krank er war. Einzig die Trulla lag viel im Kinderwagen, in dem sie schon Jahre nicht mehr war und kränkelte ziemlich. Gegen 17 Uhr sollte der Lichterzug starten, wir bzw. ich konnte da aber dann wirklich gar nicht mehr und auch den Kindern war deutlich anzumerken, dass wir den kompletten Tag auf den Beinen waren. Wir entschlossen uns deshalb tatsächlich gegen halb 6 nach Hause zu fahren und es dauerte im Auto auch wirklich keine halbe Stunde bis alle Kinder schliefen.

Wir werden auf alle Fälle 2016 im Frühjahr noch einmal in den Park fahren – dann allerdings ohne Babybauch und mit der kleinsten Maus. Empfehlen kann ich den Park für Kinder ab etwa 2,5 Jahren – unser Zwerg hatte viel Spaß, für den Allerkleinsten lohnte es sich aber noch nicht so wirklich. Und auch wenn ich ziemlich über das Wasser jammerte, ist genau das im Sommer gewiss das allerschönste am Park!

Seid ihr selbst schon einmal da gewesen? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

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Kerstin ist Mama von vier wunderbaren Söhnen, einer redseligen kleinen Trulla und der Dezemberhexe. Sie baut Legotürme, stürmt mit wilden Playmobilpiraten kitschige Prinzessinnenschlösser und sucht täglich Antworten auf kuriose Kinderfragen.

7 Kommentare

  1. Oh ja, wir waren im Oktober mal wieder dort, es ist einfach nur toll im Park

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  2. Dann sind Matschsachen sicher das richtige für den Park. =) Damit muss man dann gar nicht umziehen. ;)

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    • Die Schuhe! Außer du nimmst gleich Gummistiefel mit. https://www.fraumama.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_yes.gif

      Beim nächsten Mal wissen wir es vorher.

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  3. Wir waren in diesem Jahr zum ersten mal nach 15 Jahren wieder im Fort Fun. Geht es euch auch immer so, dass man die Parks früher viel größer wahrgenommen hat? Ich hatte den Park riesig in Erinnerung und nun wirkte der Park auf mich ziemlich klein.
    Wenn die Kinder noch kleiner sind reicht das jedoch vollkommen aus und der Preis ist auch günstig. Sicherlich gibt es im Heide Park oder im Phantasialand mehr zu entdecken, doch für unsere Kinder reichte das. Den Playmobil Funpark kannte ich so noch nicht und ist vielleicht ein Ziel für den nächsten Sommer

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  4. Sehr schöner Bericht, mit den Bildern wirklich sehr anschaulich und da weiß ich das ich mit meinen beiden Kindern wenn sie groß genug sind also in ca. 2 Jahren dort mal einkehren werde. Den es sieht nach einer menge Spaß aus für die Kinder und vielleicht auch etwas für mich da ich selbst früher immer mit Playmobil gespielt habe :D hehe, man bleibt halt doch immer noch irgendwo ein Kind :P

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